DTM-Boss Berger bastelt an Lösung: Überlebenskampf nimmt Fahrt auf

Die DTM gastiert an diesem Wochenende ein weiteres Mal am Lausitzring. In Sachen Zukunft kommt langsam Bewegung ins Spiel.

Will am Wochenende am Lausitzring Punkte sammeln: Tirols Aushängeschild im Motorsport Lucas Auer (BMW).
© BMW Motorsport

Innsbruck – Um Lucas Aue­r muss man sich weniger Sorgen machen. Auch wenn es sportlich beim heurigen DTM-Comeback noch nicht ganz rund läuft. Der Motivationspegel ist ungebrochen hoch – der Abstand seines Arbeitgebers BMW zu Audi allerdings auch. Nichtsdestotrotz will der 25-Jährige an diesem Wochenende, dem zweiten Lausitzring-Gastspiel, punktemäßig wieder anschreiben.

Mehr Kopfweh bekommt man, wenn man an die Zukunft des Deutschen Tourenwagen Masters denkt. Aston Martin zog sich vor dem Saisonstart zurück, Audi folgt im kommenden Jahr. BMW will (verständlicherweise) keine Rennserie, in der man nur gegen sich selbst fährt.

Schwieriger Spagat für Berger und Co.

Doch ein schwaches Licht am Ende des Tunnels hat sich nun aufgetan. Eine mögliche Rettung könnten GT3-Boliden darstellen. Daran arbeitet Boss Gerhard Berger im Hintergrund kräftig: „Aus meiner Sicht ist es für unsere Plattform sehr wichtig, dass wir das Sprintrennen-Format beibehalten und viele professionelle, eigenständige Teams mit Profi-Rennfahrern hinter dem Steuer an den Start bringen. Ich selbst habe auch schon zahlreiche Anfragen von Teams erhalten.“

Der Spagat zwischen Professionalität, weniger hohen Kosten und hoher Serienattraktivität sollte geschafft werden. Im Idealfall würden viele Marken an den Start gehen, die sich die Saison durch Sponsoring refinanzieren könnten, und zudem die Kosten für die Autoherstellung im Rahmen bleiben.

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Etwas, was die britische Tourenwagenmeisterschaft (BTCC) schon geschafft hat. Der PS-Klasse auf der Insel gelingt das unter anderem mit vielen standardisierten Einzelteilen wie Getriebe, Bremsen, Turbo und Co. Das alles würde für die DTM natürlich auch einen Rückschritt auf Seiten der Technik bedeuten. Doch selbst die Formel 1 hat sich von der Bürde gelöst, stets die Spitze der Technik sein zu müssen. Ab dem Jahr 2022 heißt es in der Königsklasse „weniger Schnickschnack, dafür mehr Spannung“. Die DTM könnte eine ähnliche Richtung einschlagen. (suki)

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