15 EU-Länder sollen Darlehen für Kurzarbeitsregelungen erhalten

Das SURE-Programm ist mit bis zu 100 Milliarden Euro gefüllt, zunächst sollen 81 Millairden Euro für 15 Länder ausgeschüttet werden.

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© BARBARA GINDL

Brüssel – Aus dem wegen der Coronakrise geschaffenen EU-Kurzarbeitsprogramm SURE sollen in Kürze die ersten Gelder fließen. Ein am Montag veröffentlichter Vorschlag für den Rat der Mitgliedstaaten sieht vor, zunächst 15 Ländern insgesamt 81,4 Milliarden Euro bereitzustellen. Die größten Summen würden demnach Italien (27,4 Milliarden Euro), Spanien (21,3 Milliarden Euro) und Polen (11,2 Milliarden Euro) bekommen.

Italien bekommt laut Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri 27,4 Milliarden Euro für den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit aus dem EU-Krisenprogramm "SURE" (temporary Support to mitigate Unemployment Risks in an Emergency).

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
© AFP

"Das ist der größte Betrag, der einem europäischen Staat zugeteilt wurde", schrieb Gualtieri am Montag auf Twitter. "Es ist das Europa der Solidarität und der Arbeit, das Gestalt annimmt." Italien spare dadurch 5,5 Milliarden Euro an Zinsen.

Die Mittel stammen aus dem SURE-Programm, das mit bis zu 100 Milliarden Euro gefüllt ist und mit dem ein Kurzarbeitsmodell finanziert werden soll. Italien gehört zu den am schwersten betroffenen Ländern. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank von April bis Juni um 12,4 Prozent zum Vorquartal.

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Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um Arbeitsplätze und Lebensgrundlagen zu erhalten.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

Die finanzielle Unterstützung für die Mitgliedstaaten wird in Form von sehr günstigen Darlehen gewährt und muss beantragt werden. Sie richtet sich vor allem an EU-Staaten, die nicht über so großen finanziellen Spielraum verfügen wie zum Beispiel Deutschland.

Neben Italien, Spanien und Polen sollen zum Beispiel auch Bulgarien, Tschechien, Kroatien und Slowenien von den Mitteln aus dem Programm profitieren. Die Gelder können zur Finanzierung nationaler Kurzarbeitsregelungen und ähnlicher Maßnahmen für Selbstständige genutzt werden. (APA, dpa, Reuters)


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