Österreichs Handballstar Bilyk nach Kreuzbandriss in Hochrum untersucht

Der Kiel-Legionär wurde von Spezialist Christian Fink untersucht. Eine Entscheidung über Ort und Datum des Eingriffs ist noch nicht gefallen.

Auf Einsätze von Nikola Bilyk im ÖHB-Trikot müssen die österreichischen Handball-Fans länger warten.
© Juergen Kessler via www.imago-images.de

Graz - Nach seinem am Sonntag erlittenen Kreuzbandriss wird Handballstar Nikola Bilyk möglicherweise in der Privatklinik in Hochrum operiert, wo auch schon zahlreiche ÖSV-Skistars unters Messer kamen. Am (heutigen) Montag jedenfalls wurde der 23-Jährige in Innsbruck von Hochrums Spezialist Christian Fink untersucht. Eine Entscheidung über Ort und Datum des Eingriffs könnte im Anschluss fallen.

Das teilte am Montag Kiel-Geschäftsführer Viktor Szilagyi, im ÖHB-Team einst quasi Vorgänger Bilyks, bei einem Pressetermin des steirischen Handballbunds in Graz mit. Dort absolviert Kiel derzeit ein Trainingscamp. Szilagyi zeigte sich von der Verletzung des Rückraumakteurs schwer getroffen: "Wir alle knabbern noch daran."

Das Wichtigste sei jetzt, dass gemeinsam mit den Ärzten und dem medizinischen Team "die bestmögliche Entscheidung für Niko getroffen wird", betonte Szilagyi. "Wir stehen alle zusammen und werden dafür sorgen, dass Niko eine optimale Reha bekommt", erklärte der 41-Jährige.

"Niko wird uns fehlen", beklagte auch THW-Kapitän Domagoj Duvnjak. "Es tut mir sehr leid. Manchmal ist Sport unfair. Ich bin sicher, er wird stärker zurückkommen. Jetzt ist es wichtig, dass er eine gute OP bekommt, eine gute Reha und dass er geduldig ist."

Die Situation sei wegen Covid-19 derzeit ohnehin keine leichte, sagte Szilagyi. Der Verein schwebe in einer Art Ungewissheit, die Mannschaft trainiere auf den für Anfang Oktober geplanten Start der Deutschen Liga hin. Ob die im September angesetzten internationalen Spiele, angefangen mit dem Champions-League-Match am 17. September in Zagreb, planmäßig stattfinden, wisse niemand. (APA)


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