Selbstmordattentäterinnen hinter Terror auf Philippinen vermutet

Bei den Anschlägen im Süden der Philippinen wurden 14 Menschen getötet und mehr als 70 verletzt. Die Ermittler vermuten, dass sich zwei Frauen dabei selbst in die Luft gesprengt haben.

Entgegen ersten Berichten handelte es sich am Montag bei der ersten Detonation auf der Insel Jolo um ein Selbstmordattentat.
© AFP

Manila – Die schweren Bombenanschläge im Süden der Philippinen mit 14 Toten und mehr als 70 Verletzten wurden wahrscheinlich von zwei Selbstmordattentäterinnen verübt. Entgegen ersten Berichten handelte es sich am Montag bei der ersten Detonation auf der Insel Jolo nicht um einen Sprengsatz auf einem Motorrad, sondern um ein Selbstmordattentat.

Wie das Militär des südostasiatischen Landes am Dienstag mitteilte, wurde es vermutlich von einer Frau ausgeführt. Auch beim kurz darauf verübten zweiten Anschlag soll sich den Angaben zufolge eine Frau in die Luft gesprengt haben.

Die blutigen Attentate, hinter denen die islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf vermutet wird, hatten sich in der Provinz Sulu ereignet, 1000 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Die Körper der Täterinnen seien durch die Detonation so zugerichtet worden, dass eine Identifizierung schwierig sei, sagte ein Militärsprecher. Jedoch könnte es sich um zwei Witwen früherer Attentäter handeln.

Armeeführer wollen dafür plädieren, in der Provinz Sulu das Kriegsrecht zu verhängen. Erst Ende letzten Jahres war das Kriegsrecht auf der Insel Mindanao wieder aufgehoben worden. Präsident Rodrigo Duterte hatte die Maßnahme dort im Mai 2017 verhängt, nachdem islamistische Terroristen die Stadt Marawi unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Durch das Kriegsrecht erhalten Armee und Polizei mehr Vollmachten in der Region.

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Die Extremistengruppe Abu Sayyaf wird für einige der schwersten Terrorangriffe und Entführungen auf den Philippinen verantwortlich gemacht. Sie versucht seit langem, mit Entführungen und Lösegeldzahlungen ihren bewaffneten Kampf zu finanzieren. (APA, dpa)


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