UEFA-Präsident: Obergrenze für Gehälter weit weg, aber "interessant"

Zwei Rechtsgutachten legen nahe, dass die UEFA berechtigt wäre, einen "Salary Cap" einzuführen. Präsident Alexander Ceferin sieht das jedoch "noch weit weg". Eine schnelle Reform der Champions League strebt er nicht an.

UEFA-Präsident Alexander Ceferin.
© FRANCK FIFE

Berlin – Die mögliche Einführung einer Gehaltsobergrenze im Profi-Fußball ist UEFA-Präsident Aleksander Ceferin zufolge noch weit weg. "Es gibt einige interessante Ideen, aber wir brauchen einige Zeit, um ihre Machbarkeit zu diskutieren und zu analysieren, bevor wir weitere Details bereitstellen", sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union im Interview der "Sport Bild".

Es mache "keinen Sinn, ein System zu schaffen, das nicht effektiv überwacht werden kann, und daher müssen alle Lösungen funktionsfähig sein".

Zwei Rechtsgutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages waren zuletzt zu dem Schluss gekommen, dass eine Gehaltsobergrenze ("Salary Cap") durchaus möglich sei. Voraussetzung für eine Deckelung der Millionengehälter sei aber die Einführung durch die UEFA. Im Ringen um mehr finanzielle Gerechtigkeit im europäischen Fußball sagte Ceferin, er fände auch die Idee einer "Luxussteuer" für Vereine, die sich nicht an die Finanzregeln halten, "interessant". Dies müsse "grundsätzlich geprüft" werden.

In der Diskussion über eine mögliche Reform der Champions League ab 2024 mahnt der Slowene zur Besonnenheit. Die Königsklasse "ist der beste Clubwettbewerb der Welt – wir sollten nicht glauben, dass eine radikale Überarbeitung erforderlich ist", sagte Ceferin mit Blick auf Gedankenspiele, vor allem die Gruppenphase zu verändern. (APA, dpa)

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