1690 Euro zu viel im Jahr: AK fordert Abschaffung befristeter Mietverträge

Mieter in befristeten Altbauwohnungen zahlen laut Arbeiterkammer durchschnittlich rund 1690 Euro im Jahr zu viel. Die AK fordert daher einmal mehr die Abschaffung solcher Verträge – mit einer Ausnahme.

Wien – Die Arbeiterkammer (AK) hat am Montag erneut das Aus für befristete Mietverträge gefordert. „Befristungen machen Wohnen nicht nur teuer, sondern auch unsicher“, sagte Thomas Ritt, Leiter der AK Kommunalpolitik und Wohnen, laut Aussendung. Mieter in befristeten Altbauwohnungen würden hochgerechnet jährlich mindestens 140 Millionen Euro zu viel zahlen.

Illegale Aufschläge

Die Vermieter solcher Wohnungen würden illegale Aufschläge verlangen. Im Schnitt seinen es rund 35 Prozent, die bei befristeten Altbauverträgen unrechtmäßig dazukämen.

„In einer befristeten, privaten Altbaumietwohnung in Österreich zahlt ein Mieter oder eine Mieterin um durchschnittlich rund 1690 Euro im Jahr zu viel an Miete“, so die AK. Der Betrag versteht sich inklusive der Umsatzsteuer, die auf den Mietzins zu zahlen ist.

Österreichweit gebe es rund 95.400 befristete Mietverträge in privaten Altbauhäusern – auf alle Mieter hochgerechnet ergebe sich daraus also ein Zuviel an Mieten in Höhe von mindestens 140 Mio. Euro, rechnete Ritt vor.

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Ausnahme für Privatpersonen

Eine Ausnahme für befristete Verträge sollte es laut AK jedoch für Privatpersonen mit nicht mehr als drei Wohnungen geben. Hier könnten Befristungen aufgrund eines möglichen Eigenbedarfs – beispielsweise für Kinder oder Enkelkinder – zulässig bleiben.


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