Kleine Emilia hatte es eilig: Im Krankenwagen bei Kematen geboren

Zum zweiten Mal binnen weniger Tage kam in Tirol am Samstag ein Baby im Krankenwagen zur Welt. Diesmal hatte es die kleine Emilia besonders eilig: Eine Notärztin und ein Notfallsanitäter wurden in Kematen zu Geburtshelfern.

Sanitäter Lukas gratuliert der glücklichen Mama zur Geburt von Tochter Emilia.
© Rotes Kreuz Tirol

Kematen – Knall auf Fall ging es am Samstag in den frühen Morgenstunden bei einem Krankentransport in Kematen: Eigentlich wollte ein Notarztteam eine Hochschwangere in die Klinik Innsbruck einliefern. Doch das Baby hatte andere Pläne: Nur wenige Minuten, nachdem der Transport im Kreuzungsbereich Rauthweg/Melachweg in Kematen unterbrochen werden musste, erblickte die kleine Emilia das Licht der Welt. Es war die zweite Geburt binnen zweier Wochen in einem Tiroler Krankenwagen. Am 27. August waren zwei Notfallsanitäter auf der Fahrt ins Krankenhaus kurz vor der Klinik Innsbruck zu Geburtshelfern eines kleinen Buben geworden.

In Kematen wurde die sichtlich überraschte Mutter von Notärztin Doris und Notfallsanitäter Lukas unterstützt. Die beiden konnten mithilfe des mitgeführten Spezialmaterials, unter anderem bestehend aus Tüchern, einer Wärmedecke und Nabelschnurklemmen, den gesamten Geburtsvorgang betreuen. Nach einer kurzen ärztlichen Untersuchung wurden Mutter und Kind auf die Innsbrucker Geburtenstation gebracht.

Die ersten Minuten eines neuen Lebens beschreibt der sichtlich gerührte Geburtshelfer Lukas so: "Nachdem mir Alexander und Leonie von der Wagengeburt, die sie in der vorigen Woche betreuen durften, erzählt hatten, hätte ich mir nicht gedacht, dass ich selbst so bald in die Rolle der Hebamme schlüpfen würde. Das erste was Emilia machte, war über beide Ohren zu grinsen. Das hat mich zu Tränen gerührt“. Auch Notärztin Doris freut sich über den schönen Einsatz: "Im Rettungsdienst begleiten wir oft Menschen in ihren letzten Minuten. Es gehört aber zum Glück auch zu unserem Beruf, bei den ersten Minuten eines neuen Lebens dabei sein zu dürfen“. (TT.com)

Die Notarzt-Mannschaft mit der kleinen Emilia in der Innsbrucker Klinik.
© Rotes Kreuz Tirol

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