Bränden in Kalifornien: Rund 1000 Camper in Bergen abgeschnitten

Auf einem Campingplatz in einem Nationalpark der Sierra Nevada östlich von San Francisco waren laut Medienberichten seit Samstag rund 1000 Menschen von der Umgebung abgeschnitten.

In ganz Kalifornien waren laut einem Lagebericht der Feuerwehr von Samstag zuletzt knapp 12.500 Einsatzkräfte damit beschäftigt, 22 größere Brände einzudämmen.
© AFP/Edelson

San Francisco – Im US-Bundesstaat Kalifornien hat sich die Lage drei Wochen nach dem Ausbruch zahlreicher Waldbrände zugespitzt. Auf einem Campingplatz in einem Nationalpark der Sierra Nevada östlich von San Francisco waren laut Medienberichten seit Samstag rund 1000 Menschen von der Umgebung abgeschnitten. Die einzige Zugangsstraße war wegen eines Feuers nicht passierbar.

Einsatzkräfte der Feuerwehr und Rettungsflugzeuge bemühten sich demnach, sich Zugang zu der Gegend zu verschaffen. Sechs Menschen mit Brandverletzungen wurden während der Brände in der Region in ein Krankenhaus gebracht, wie The Fresno Bee berichtete. 65 Menschen bekamen im Flughafen Fresno Yosemite eine Behandlung.

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22 Brände beschäftigen Feuerwehr derzeit

Die von den Flammen bedrohten Camper seien angewiesen, sich zur Not in das Wasser des Mammoth Pool Reservoirs zu retten, berichtete The Fresno Bee unter Berufung auf einen Sprecher des Nationalparks. Das Feuer im Sierra National Forest südlich des Yosemite-Nationalparks war laut CNN am Freitagabend ausgebrochen und erreichte schon am Samstagabend eine Ausdehnung von knapp 15.000 Hektar.

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In ganz Kalifornien waren laut einem Lagebericht der Feuerwehr von Samstag zuletzt knapp 12.500 Einsatzkräfte damit beschäftigt, 22 größere Brände einzudämmen. Seit den Blitzeinschlägen, die Mitte August die ersten Brände ausgelöst hatten, seien mehr als 900 Feuer ausgebrochen, hieß es.

Gut 6000 Quadratkilometer Land seien abgebrannt. Mindestens acht Menschen seien bisher ums Leben gekommen. Knapp 3300 Gebäude wurden den Angaben zufolge zerstört. Noch immer könnten mehr als 10.500 Menschen nicht in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Die beiden größten Brände wüteten zuletzt nahe der Metropole San Francisco.

Brände brachen heuer besonders früh aus

Die Feuerwehr rief die Bewohner der betroffenen Regionen im Bundesstaat auf, wegen der steigenden Temperaturen an diesem langen Feiertagswochenende, möglichst wenig Zeit draußen zu verbringen. Es wurde vor Temperaturen bis 100 Grad Fahrenheit (38 Grad Celsius) gewarnt. Unter den derzeitigen Wetterbedingungen könnten leicht neue Brände auflodern. Am Montag wird in den USA der Labor Day, ein Gedenktag der Arbeiterbewegung, gefeiert.

Kalifornien wird immer wieder von schweren Waldbränden heimgesucht. Gewöhnlich brechen diese aber erst im Herbst aus. Nordkalifornien wurde in diesem Jahr besonders früh erwischt. Gouverneur Gavin Newsom rief wegen der "historischen Waldbrände" schon Mitte August den Notstand aus. (APA/dpa)


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