Erneut Wolfsverdacht in Tirol: Acht tote Schafe in Ellbögen gefunden

Im Viggartal wurden am Dienstag acht tote und ein verletztes Schaf gefunden. Genetische Untersuchungen bestätigen indes den Wolfsverdacht in den Bezirken Lienz und Kitzbühel.

Ellbögen – Die Fälle von tot aufgefunden Schafen in Tirol, bei denen ein konkreter Wolfsverdacht besteht, nehmen kein Ende: Am Dienstag wurden im Viggartal im Gemeindegebiet von Ellbögen acht tote sowie ein verletztes Schaf gemeldet, teilte das Land mit. Den festgestellten Rissbildern zufolge dürfte erneut ein Wolf dafür verantwortlich sein.

Manche Tiere wiesen frische Verletzungen und Rissspuren auf. Bei anderen sei aufgrund des Verwesungszustandes davon auszugehen, dass sie bereits vor mehreren Tagen gerissen wurden, hieß es nach einer Begutachtung durch den Amtstierarzt. Für die weitere Abklärung wurden Proben entnommen, die zur DNA-Analyse an das Forschungsinstitut für Wildtierkunde an der Veterinärmedizinischen Universität Wien geschickt werden.

Weitere DNA-Proben ausgewertet

Unterdessen liegen die Ergebnisse der genetischen Untersuchung jener Proben, die bei drei Schafsrissen zwischen 21. und 27. August auf der Leisacher Kofelalm im Gemeindegebiet von Leisach genommen wurden, vor. Es wurde dabei die DNA eines Wolfs aus der italienischen Population nachgewiesen, hieß es seitens des Landes.

Zudem wurden die DNA-Proben der am 26. August gerissenen Ziegen in Kössen ausgewertet, welche ebenfalls einen Wolf als Verursacher bestätigen. Dieses Tier ist nach Auskunft des Landes der dinarischen Population zuzurechnen. Ein Ergebnis zur Bestimmung des jeweiligen Individuums (Genotypisierung) ist in beiden Fällen noch ausständig.

Bei den Rissen zwischen 10. und 15. August in Navis wurde festgestellt, dass diese jeweils demselben männlichen Wolf aus der italienischen Population zuzurechnen sind. (TT.com)


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