Modern, schlagkräftig und mit Stil: Emma Peel-Darstellerin Diana Rigg ist tot

Bekannt war Diana Rigg in den 60er-Jahren als Emma Peel in der Fernsehserie "Mit Schirm, Charme und Melone". Ein Comeback feierte die Schauspielerin 2013 im Fantasy-Epos "Game of Thrones" im Jahr 2013.

Diana Rigg sei im Kreise ihrer Familie friedlich zu Hause im Schlaf gestorben, hieß es.
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London – Die aus der Fernsehserie "Mit Schirm, Charme und Melone" bekannte britische Schauspielerin Diana Rigg ist tot. Sie sei im Alter von 82 Jahren "friedlich" im Kreis ihrer Familie gestorben, teilte ihr Agent Simon Beresford am Donnerstag mit. Er nannte sie "eine Ikone aus Theater, Film und Fernsehen".

Rigg erlangte in den 60er-Jahren durch ihre Rolle als emanzipierte und stilbewusste Emma Peel in der Serie "Mit Schirm, Charme und Melone" (im Original: "The Avengers") internationale Bekanntheit. Insbesondere wegen ihres doppeldeutigen Humors und der starken Frauencharaktere wurde die Serie rund um den britischen Geheimagenten John Steed zum Welterfolg.

"Mit Schirm, Charme und Melone" wurde Diana Rigg als Kampfkünstlerin Emma Peel zum Inbegriff der coolen, selbstbestimmten Frau.
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Sie stand für die Serie nur drei Jahre vor der Kamera, doch die Folgen mit ihr wurden immer wieder ausgestrahlt. Und Riggs ikonische Strahlkraft wurde über all die Jahrzehnte seit Erstausstrahlung von Popkünstlern unterschiedlicher Generationen aufgegriffen und gefeiert.

Offiziell fühlte sie sich künstlerisch unterfordert. Doch später verriet sie, dass sie damals herausfand, dass selbst die Kameraleute mehr als sie verdienten. Aber selbst als weltbekanntes Sex-Symbol der Sixties und weiblicher Star der Serie konnte sie nicht mehr aushandeln - deshalb stieg sie nach zwei Staffeln aus.

📽️ Video | Mit Schirm, Charme und Melone

1969 verkörperte sie die Ehefrau Tracy von James Bond in "Im Geheimdienst Ihrer Majestät". Die Bond-Produzenten würdigten sie als "legendäre Theater- und Filmschauspielerin, die von den Bond-Fans sehr geliebt wurde für ihre unvergessliche Rolle als Tracy (...), die einzige Frau, die James Bond geheiratet hat". Nach 007 nahm die Schauspielerin keine Rollen mehr an, die an den Emma-Peel-Typ erinnerten.

In den 70er- und 80er-Jahren stand sie abwechselnd auf der Bühne und vor der Kamera: Unter anderem spielte sie in der Agatha-Christie-Verfilmung "Das Böse unter der Sonne" sowie die weibliche Hauptrolle - Eliza Doolittle, das Blumenmädchen – in der Bühnenversion von "My Fair Lady" und George Bernard Shaws "Pygmalion". In den 90ern erlebte sie wie ihre Schauspielkolleginnen Judi Dench, Helen Mirren und Maggie Smith ein Comeback.

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Bis ins hohe Alter stand Rigg auf der Bühne. "Ich könnte auch zu Hause sitzen und vor mich hinwelken", sagte sie dem Sender BBC kurz vor ihrem 70. Geburtstag. "Aber das mache ich nicht." Im Gegenteil: Mit 75 feierte sie ein weltweites Comeback in der dritten Staffel des Fantasy-Epos "Game of Thrones". Darin verkörperte sie die Dornenkönigin Lady Olenna Tyrell, eine scharfzüngige Matriarchin und Meisterin der politischen Intrige. Diese Rolle zu spielen, sei wunderbar gewesen, erklärte Rigg: "Sie sagt all diese Dinge, die andere nicht zu sagen wagen. (APA, AFP)


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