Deutsche Boxer im Ötztal in Quarantäne: Aufruf an mögliche Kontaktpersonen

Mehrere aktive Sportler der deutschen Box-Olympiamannschaft haben sich offenbar im Zuge eines Trainingslagers in Tirol mit SARS-CoV-2 infiziert. Insgesamt 26 Personen wurden positiv getestet. Das Land Tirol startet einen Aufruf, um mögliche Kontaktpersonen ausfindig zu machen.

(Symbolfoto)
© Foto TT/Rudy De Moor

Längenfeld – 26 Mitglieder, Betreuer und enge Kontaktpersonen einer deutschen Sportmannschaft, die sich zurzeit in Längenfeld (Bezirk Imst) im Tiroler Ötztal in einem Trainingslager befinden, haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab die Pressestelle des Landes Tirol Samstagmittag bekannt. Nach Informationen zunächst des Nachrichtenmagazins Spiegel handelt es sich um das deutsche Box-Olympiateam.

Von der Landespressestelle wurde das weder bestätigt noch dementiert, man verwies auf die Anonymität der Daten. Von der Austria Presse Agentur auf die Coronavirus-Fälle angesprochen bestätigte aber Beatrice Bastian, die Competition Managerin des deutschen Box-Verbandes (DVB), am Samstag, dass sich die deutsche Olympia-Mannschaft der Boxer in Längenfeld aufhalte.

Alle positiv getesteten Personen müssten nun eine zehntägige Quarantäne einhalten, hieß es aus dem Landhaus. Eigentlich sollte das Trainingslager am (heutigen) Samstag enden. "Wir haben einen eigenen Hoteltrakt, einen eigenen Essenraum, einen eigenen Seiteneingang. Die Boxer haben ausschließlich miteinander trainiert", sagte Müller, der auch wenige Tage in Längenfeld war, aber früher abgereist ist und mittlerweile negativ getestet wurde.

Tests vor der Anreise fielen negativ aus

Schon Tage vor der Anreise hatten sich die Teammitglieder zwei Tests unterziehen müssen. Beide Male hatte es ausnahmslos negative Ergebnisse gegeben. Derzeit absolvieren alle Boxer lockeres Training im Mannschaftshotel in Längenfeld, weil keiner über Symptome klagt. Das Gesundheitsamt Tirol betreue das Team und verfolge Kontaktketten.

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Das Land Tirol veröffentlichte am Samstag einen Aufruf an potenzielle Kontaktpersonen. Eventuelle Kontakte könnten sich zwischen 5. und 9. September in Längenfelder Lebensmittelgeschäften, insbesondere im Sparmarkt und in den M-Preis-Filialen sowie im Dorfwirt, im Cafe Schonger und in der Brothers Coffee Bar ergeben haben.

Ausflug auch nach Innsbruck

Zudem könnten infizierte Sportler bei einem Ausflug nach Innsbruck am 7. September das Virus verbreitet haben. Mögliche Kontaktorte waren Apple Achleitner zwischen 12.00 Uhr und 12.30 Uhr, das Restaurant Manna zwischen 13.00 und 14.00 Uhr und von 13.30 Uhr bis 14.15 Uhr die Weinbar/Lounge 360 Grad.

Bei Auftreten von Symptomen wie Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Schnupfen oder dem plötzlichen Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns gilt es, umgehend die Gesundheitshotline 1450 zu kontaktieren, raten die Gesundheitsbehörden.

Ebenfalls in Längenfeld war vor gut zwei Wochen ein positiver Corona-Fall im Trainingslager des deutschen Fußball-Bundesligisten Schalke 04 bekanntgeworden, laut Medienberichten bei einem der Spieler. Dabei sollte es sich laut dem TV-Sender Sport1 um ÖFB-Teamspieler Alessandro Schöpf gehandelt haben, offizielle Bestätigung gab es keine. Der Tiroler hatte jedenfalls unmittelbar danach um seine Nichtberücksichtigung für die ÖFB-Länderspiele in Norwegen und gegen Rumänien gebeten. (APA)


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