96 Prozent des AMS-Personals sind für gewerkschaftliche Maßnahmen

Die Urabstimmung lief vom 17. August bis zum 11. September. Der Betriebsrat fordert 700 bis 800 Planstellen.

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© Böhm Thomas

Wien – Der Zentralbetriebsrat des Arbeitsmarktservice (AMS) fordert aufgrund der Corona-Arbeitsmarktkrise deutlich mehr Personal als von der Regierung versprochen. Bei der vergangenen Freitag zu Ende gegangenen Mitarbeiter-Urabstimmung haben sich laut Betriebsratsangaben rund 96 Prozent dafür ausgesprochen, mögliche gewerkschaftliche Maßnahmen persönlich zu unterstützen.

Die Urabstimmung lief vom 17. August bis zum 11. September. Die Abstimmungsbeteiligung lag bei rund 79 Prozent, sagte der Zentralbetriebsrats-Vorsitzende des AMS, Heinz Rammel, am Montagnachmittag zur APA. Der geplante Stellenaufbau und Ergebnisse der Abstimmung werden morgen, Dienstag, auch Thema beim AMS-Verwaltungsrat sein. Der Betriebsrat fordert 700 bis 800 Planstellen. Man würde eine deutliche Aufbesserung bei der Personalsituation erwarten, so Rammel.

Für heuer geplante Stellenabbau gestoppt

Arbeitsministerin Aschbacher und Finanzminister Gernot Blümel (beide ÖVP) hatten vergangenen Dienstag einen Aufbau von 500 Stellen beim AMS verkündet. Der für heuer geplante Stellenabbau beim Arbeitsmarktservice von zusätzlichen 150 Planstellen wurde gestoppt.

Bis Ende 2023 erhält das AMS außerdem zusätzliche 350 Planstellen, davon 250 für die Vermittlung. 100 Personen von der Buchhaltungsagentur des Bundes werden an das AMS übermittelt. Die Mitarbeiter von der Buchhaltungsagentur würden sich nur um die Abrechnung der Kurzarbeit kümmern und könnten nicht als AMS-Planstellen gerechnet werden, so der Betriebsrat. (APA)

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