Kletter-Ass Schubert, die Heim-ÖM und eine Patt-Situation

Eine Überbelastung der Bizepssehne durchkreuzt die Pläne von Top-Favorit Jakob Schubert bei der am Mittwoch beginnenden Kletter-Staatsmeisterschaft in Innsbruck.

Zug für Zug Richtung Olympische Spiele 2021 in Tokio – ein Weg, der auch für Jakob Schubert mit Rückschlägen behaftet ist.
© Tobias Haller

Innsbruck – Es ist nicht immer der direkteste Zug, der zum Ziel führt. So betitelt Jakob Schuber seine aktuell­e Presseaussendung, liefert ein Fot­o beim Schachspielen dazu und erklärt sein Dilemm­a: „Aufgrund einer Bizepssehnen-Überbelastung im rechten Arm samt kleinem Einriss verzichte ich bei der anstehenden Kletter-Staats­meisterschaft in Innsbruck auf den Boulder- und Kombinationsbewerb und gehe einzig beim Vorstieg am Freitag an den Start.“

Typisch Schubert, dass er nicht gänzlich abgesagt hat. Der dreifache Weltmeister erklärt dies folgendermaßen: „Einerseits gilt es jetzt, etwas stiller zu sitzen, um den Heilungsprozess zu unterstützen, andererseits muss die Sehne wissen, was sie aushalten muss und sollte auch in dieser Phase regelmäßig gefordert werden.“ Im Schach würde man wohl von einer Patt-Situation sprechen.

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Insbesondere bei schnellkräftigen Belastungen – typisch für die Disziplinen Boulder und Speed – sei der Schmerz am intensivsten. Der Innsbrucker vergleicht es mit einem klassischen Golf- bzw. Tennisarm. Und doch hat Österreichs große Olympiahoffnung auch schon beim Boulderbewerb seine Hände im Spiel. So bekommt er die Möglichkeit, Griffe mitzuschrauben und den Routenbauern aus nächster Nähe über die Schulter zu blicken. „Auch darauf freue ich mich extrem. So bin ich ganz nahe dran und kann mich dennoch schonen.“ (m. i.)

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