Risse im Wipptal und in Osttirol jeweils einem Wolf zuzuordnen

Bei den Rissen im Gemeindegebiet von Navis und Schmirn soll es sich um einen Wolf aus der italienischen Population handeln. Von zwei weiteren toten Tieren in Osttirol wird es ebenfalls einen DNA-Abgleich geben.

Symbolfoto
© APA/AFP

Ellbögen, Navis, Lavant – Die Risse im Wipptal im Gemeindegebiet von Navis und Schmirn zwischen dem 10. und dem 15. August sowie im Gemeindegebiet von Ellbögen am 8. September sind ein und demselben Wolf zuzuordnen. Das habe die Genotypisierung, also der Bestimmung des konkreten Individuums, ergeben, berichtet das Land Tirol in einer Aussendung am Donnerstag. Es handle sich dabei um einen männlichen Wolf aus der italienischen Population mit der Bezeichnung 87MATK.

In Osttirol wurde anhand der Risse auf der Leisacher Kofelalm und der Lavanter Alm ebenfalls bisher nur ein einziger Wolf nachgewiesen. Auch hier habe die genetischen Untersuchungen einen männlichen Wolf aus der italienischen Population ergeben. Das Tier hat die Bezeichnung 90MATK.

Totes Kalb in Osttirol

Mitte dieser Woche wurde auf einer Alm im Gemeindegebiet von St. Johann im Walde in Osttirol nach einer Zwillingsgeburt ein totes Kalb aufgefunden, das "stark genutzt" wurde. Zur Abklärung der Beteiligung eines großen Beutegreifers wurden vom zuständigen Amtstierarzt Tupferproben genommen. Eine Nachschau bei den ebenfalls auf der betreffenden Alm befindlichen Schafe habe jedoch keine Hinweise auf eine aktuelle Präsenz eines großen Beutegreifers erbracht, so das Land.

Amtstierärztlich abgeklärt worden sei am Donnerstag ein ebenfalls gemeldetes totes Lamm aus dem Gemeindegebiet von Abfaltersbach. Im Gemeindegebiet von Assling sei Mitte September ein weiteres totes Lamm begutachtet worden. In beiden Fällen im Bezirk Lienz seien aber keine Hinweise auf die Beteiligung eines großen Beutegreifers festgestellt worden. Zur vollständigen Abklärung wurden laut der Aussendung aber Tupferproben für eine genetische Untersuchung entnommen. (TT.com)

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