Bittere Lehrstunde der Bullen-Bubis für den FC Wacker Innsbruck

Bei der 0:2-Niederlage in Grödig wurden dem FC Wacker vom Talentschuppen des FC Liefering schonungslos die Grenzen aufgezeigt.

Wacker-Keeper Marco Knaller kassierte die ersten Gegentreffer der Saison.
© gepa

Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Mit „Männerfußball“ wollte der FC Wacker die Bullen-Talente aus dem Tritt bringen, doch bei der Wasserschlacht in Grödig schlitterten die Schwarz-Grünen in die erste Saison-Niederlage und mussten nach der fußballerischen Lehrstunde die Überlegenheit des Tabellenführers zur Kenntnis nehmen. „Ballverluste in der Vorwärtsbewegung und im Umschaltspiel. Zudem verloren wir auch noch zu viele Zweikämpfe“, bilanzierte Daniel Bierofka enttäuscht und sparte auch nicht mit Lob für den Gegner: „Liefering ist zur Zeit die stärkste Mannschaft in der Liga. So weit sind wir noch nicht, vielleicht dann in der Rückrunde.“

Im Schlager der dritten Runde unterstrich der Talenteschuppen von RB Salzburg, dass mit dem einen oder anderen Rohdiamanten schon in naher Zukunft weiter oben zu rechnen sein wird. „Liefering zählt in diesem Alterssegment zu den Besten im europäischen Fußball. Die können mit den großen Klubs wie Juventus, Real, Liverpool oder Bayern mithalten“, sah auch FCW-Sportchef Alfred Hörtnagl überlegene Bullen-Bubis, die nicht nur fußballerisch, sondern auch körperlich überzeugten.

Ärgerlich aus Tiroler Sicht, dass beide Treffer nach Standardsituationen fielen und sich offensiv einfach zu wenig abspielte. Sturmspitze Ronivaldo, der Königstransfer der Sommer-Übertrittszeit, hängt noch irgendwo im Nirgendwo, weil Chancen im Gegensatz zur letzten Saison Mangelware sind. Und wenn sich der Brasilianer zurückfallen lässt, dann ist das nicht Sinn der Sache. Denn der 33-Jährige hat seine Stärken im Strafraum, und genau dort muss er auch zu Bällen kommen. „Kurz schütteln, analysieren und es am Dienstag gegen Lustenau besser machen“, gibt Bierofka als Parole aus.

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