Tirolerin Ulrike Müller erhält Kunstpreis der Böttcherstraße

Müller nutze nicht die traditionellen Materialien der Malerei, wie Öl auf Leinwand, sondern Techniken, die zum Kunstgewerbe zählen, hieß es. Der Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen ist mit 30.000 Euro dotiert.

Ausstellungsansicht der „Whitney Biennial 2017“: „Some“, 2017, und „Rug (gato chico)“, 2015, von Ulrike Müller.
© Whitney Museum of American Art

Bremen, Innsbruck, New York – Die gebürtige Tirolerin Ulrike Müller erhält den mit 30.000 Euro dotierten Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen. Die in New York lebende Künstlerin überzeuge durch Abstraktion und eine der präzisesten Positionen im Feld der feministischen und queeren Malereidiskurse, so die Jury am Montag. Die öffentliche Preisverleihung mit der Künstlerin sei mit Blick auf die Coronareisebeschränkungen unter Vorbehalt für den 27. Oktober geplant.

Müller nutze nicht die traditionellen Materialien der Malerei, wie Öl auf Leinwand, sondern Techniken, die zum Kunstgewerbe zählen, hieß es. Einen großformatigen Teppich fertigte etwa eine mexikanische Weberei nach ihren Entwürfen. Sieben kleinformatigere Bildern hingegen hat sie selbst in Emaille erstellt.

Die Werke der Preisträgerin sowie der weiteren neun nominierten Künstler sind noch bis 1. November 2020 in der Kunsthalle zu sehen. Der „Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen" wird biennal verliehen - 2020 zum insgesamt 47. Mal. (APA/dpa)


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