Barbara Haas nach Erstrunden-Aus in Paris "sehr enttäuscht"

Die 24-jährige Barbara Haas musste sich der Taiwanesin Hsieh Su-wei nach 94 Minuten mit 3:6,6:7(1) geschlagen geben.

Barbara Haas
© THOMAS SAMSON

Paris – Für Österreichs derzeit beste Tennisspielerin ist am Montag in der ersten Runde der French Open das Aus gekommen. Die 24-jährige Barbara Haas, die sich über die Qualifikation in Paris erstmals in den Hauptbewerb gespielt hat, musste sich der Taiwanesin Hsieh Su-wei nach 94 Minuten mit 3:6,6:7(1) geschlagen geben.

Die Oberösterreicherin muss damit weiter auf ihren ersten Hauptbewerbs-Sieg auf Major-Level warten. Sie kann sich mit einem Preisgeld von 60.000 Euro brutto trösten.

Ich bin natürlich sehr enttäuscht, dass es heute nicht geklappt hat. Meine Gegnerin hat ein sehr unangenehmes Spiel gehabt und die Bedingungen sind definitiv ihr viel mehr entgegengekommen als mir.
Barbara Haas

"Da hatte ich den Hut schon weggeschmissen"

Erst im Finish des zweiten Satzes hätte sie die richtige Taktik gefunden. "Ich habe in den wichtigen Momenten einfach ein bisserl zu viel gemacht bzw. auch leichte Fehler, das hat mir leider das Spiel gekostet."

Eine hartnäckige Handgelenksverletzung während des Lockdowns hatte sie eigentlich schon an ein vorzeitiges Saison-Ende denken lassen. "Da hatte ich den Hut schon weggeschmissen. Dann habe ich das Glück gehabt, dass ich in New York reingerutscht bin." Nach Paris war sie mit wenigen Hoffnungen zur Qualifikation angereist. "Ich habe geglaubt, dass ich nicht die erste Runde gewinne, deswegen muss ich happy sein, dass ich mich qualifiziert habe."

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Aber 61.000 US-Dollar (rund 52.500 Euro) und nun 60.000 Euro für das jeweilige Erstrunden-Aus bei den US und den French Open haben sie zumindest finanziell in einer durch die Coronavirus-Pandemie stark verkürzten Saison abgesichert. "Während dem Lockdown war ich schon sehr verzweifelt und habe mir schon ernsthafte Gedanken gemacht wie es jetzt weitergeht. Ich werde das natürlich alles in meine Karriere investieren, ich brauche eh jeden Cent."

Meine Priorität ist, dass ich zu 100 Prozent in die nächste Saison gehen kann, mit einem topfitten Handgelenk.
Barbara Haas

Der Saisonrest wird für sie maximal noch ein Antreten in Linz bringen, auch mangels guter Alternativen im Turnierplan. Davor will sie noch ein MRI zum Abchecken ihres Handgelenks machen und danach möchte sich Haas so gut wie möglich auf 2021 vorbereiten.

Damit sind aus österreichischer Sicht noch Mitfavorit Dominic Thiem und der überraschend in die zweite Runde vorgestoßene Qualifikant Jurij Rodionov im Einzel im Bewerb. Beide haben ihren zweiten Einsatz am Mittwoch. (APA)


Kommentieren


Schlagworte