Corona und dem Quali-Fluch zum Trotz: Salzburg bereit für Königsklasse

Elfmal scheiterte Red Bull Salzburg in der Qualifikation für die Champions League, im zwölften Anlauf spricht alles für den österreichischen Serienmeister.

Nach dem Sieg in Tel Aviv wollen die Bullen im heutigen Heimspiel die Qualifikation für die Champions-League-Gruppenphase fixieren.
© gepa

Salzburg – Die zweite Teilnahme an der Gruppenphase der Champions-Lea­gue in Folge ist für Red Bull Salzburg zum Greifen nah. Mit viel Selbstvertrauen und einem 2:1-Sieg aus dem Hinspiel geht Österreichs Serienmeister heute (21 Uhr/live Sky) ins Rückspiel gegen das von Corona dezimierte Maccabi Tel Aviv – auch, um den Quali-Fluch in der Königsklasse endlich zu brechen. Trainer Jesse Marsch wollte davon nichts wissen.

„Die Vergangenheit hat mit unserem Team nichts zu tun. Unsere Persönlichkeit und die Situation sind anders als früher“, betonte Marsch gestern und brachte das erste Duell bei Maccabi, bei dem man zur Pause 0:1 zurücklag, als Beispiel: „Unsere Konzentration war gut. Wir haben keinen Stress bekommen oder Sorgen, es war eine gute Mentalität. Ich denke, diese Truppe ist bereit.“

⚽ Champions League, Play-off

  • 21:00 Uhr: Red Bull Salzburg - Maccabi Tel Aviv (HS: 2:1)
  • 21:00 Uhr: FC Midtjylland - Slavia Prag (HS: 0:0)
  • 21:00 Uhr: PAOK Saloniki - FK Krasnodar (HS: 1:2)

bereits gespielt:

  • Dynamo Kiew - KAA Gent 3:0 (2:0). Hinspiel: 2:1
  • Ferencvaros Budapest - Molde FK 0:0. Hinspiel: 3:3
  • Omonia Nikosia - Olympiakos Piräus 0:0. Hinspiel: 0:2

Im Vorjahr brachte der Meistertitel den automatischen Platz in der CL-Gruppenphase, zumindest das erklärte Vereinsziel seit dem Einstieg von Red Bull 2005/06 war damit erreicht. Davor endeten allerdings alle elf Quali-Versuche vorzeitig, immer wieder auch auf kuriose, bittere Art.

Während im Lager der Salzburger einmal mehr alle Corona-Tests negativ ausfielen, nur Mittelfeldmann Antoine Bernede mit einer Prellung fehlt und Zlatko Junuzovic nach seinem Muskelfaserriss zumindest auf die Bank zurückkehren wird, sind die Israelis inzwischen einer ganzen Mannschaft verlustig gegangen. In den vergangenen zehn Tagen legten elf Maccabi-Kicker einen positiven Test ab, jüngster Fall war der im Hinspiel eingewechselte Offensivmann Ben Haim. Trainer Georgios Donis brach am Dienstag dennoch mit 20 Akteuren, davon einige Nachwuchsleute, Richtung Salzburg auf. (APA, w.m.)

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