Zeitfahr-Weltmeister Ganna erster Spitzenreiter beim Giro

Beim Auftaktzeitfahren auf Sizilien hatte der 24-jährige Italiener klar die Nase vorne. Der Vorarlberger Matthias Brändle belegte mit 42 Sekunden Rückstand den guten zehnten Platz.

Filippo Ganna schlüpfte als erster Fahrer beim diesjährigen Giro ins Rosa Trikot.
© LUCA BETTINI

Palermo – Italiens Zeitfahr-Weltmeister Filippo Ganna hat sich am Samstag das erste Rosa Trikot des 103. Giro d'Italia geholt. Der 24-jährige Radprofi aus dem Ineos-Team setzte sich im 15-km-Auftaktzeitfahren von Monreale hinunter nach Palermo mit 22 Sekunden Vorsprung durch. Bester der Anwärter auf den Gesamtsieg war Ex-Tour-de-France-Sieger Geraint Thomas (GBR/Ineos) als Vierter (+23 Sek.). Der Vorarlberger Spezialist Matthias Brändle (Team Israel) landete an der 10. Stelle (+42).

Der Niederösterreicher Patrick Konrad, Co-Kapitän bei Bora, stach seinen Teamkollegen Rafal Majka (POL/+2:00) vorerst klar aus und klassierte sich mit 1:22 Minuten Rückstand an der 62. Stelle. Konrad blieb damit immerhin sieben Sekunden vor dem zweifachen Giro-Gewinner Vincenzo Nibali (ITA/69.). Sein engerer Landsmann Hermann Pernsteiner (Team Bahrain) kam 1:38 zurück auf den 82. Platz. Der Tiroler Patrick Gamper (Bora) erreichte beim Debüt in einer dreiwöchigen Rundfahrt den 51. Platz (+1:19 Min.).

"Ich bin sehr glücklich, das Führungstrikot zu haben", sagte Ganna, "aber ab jetzt geht es um Geraint Thomas." Der Brite peilt den Gesamtsieg an, Ganna wird ihn unterstützen. Schon am Montag wartet mit der Bergankunft auf dem Ätna die erste Standortbestimmung für die Kletterer.

Der Wind wirkte sich am Samstag in der Anfangsphase negativ aus, viele Fahrer hatten Probleme, eine gerade Linie zu halten. Auf der rasanten Abfahrt mit rund 100 km/h gab es keine schweren Stürze, dafür hatte der Kolumbianer Miguel Angel Lopez (Astana) im Flachstück vor dem Ziel Pech. Dem Gewinner der heurigen Tour-Königsetappe und Giro-Dritten von 2018 verschlug es durch ein Loch beim Umgreifen den Lenker und er stürzte mit hohem Tempo in die Absperrgitter. Der als Helfer von Jakob Fuglsang (DEN) vorgesehene Tour-Sechste wurde in ein Spital gebracht. (APA)


Kommentieren


Schlagworte