Eine Heim-Weltmeisterschaft mit gleich zwei Tiroler Gold-Hoffnungen

Tirols Mountainbike-Jungstars Laura Stigger und Mona Mitterwallner sollen im Cross Country die Heim-Weltmeisterschaft in Saalfelden-Leogang vergolden.

Laura Stigger testete am Dienstag erstmals die WM-Strecke.
© Moritz Ablinger

Von Roman Stelzl

Leogang – Wenn Österreichs Mountainbiker im schwierigen Corona-Jahr etwas gemeinsam haben, dann ist es die Vorfreude auf die Heim-Weltmeisterschaft in Saalfelden-Leogang. Und da ist es ja nur passend, dass sie die erste WM-Freude im ersten Rennen heute auch gemeinsam teilen: Der Team-Bewerb (12.30 Uhr) eröffnet die Titelkämpfe, im sechs Athleten starken Kader tauchen gleich vier Tiroler auf – zwei von ihnen sind die großen Goldhoffnungen im Cross Country: Laura Stigger und Mona Mitterwallner, die Tirols Aufgebot anführen.

  • Laura Stigger: Zur 20-jährigen Haimingerin mit dem Lebensmotto „Olm volle“ bedarf es nicht mehr vieler Worte. In den Nachwuchs-Klassen räumte sie fast alles ab, dann wurde sie 2018 Junioren-Weltmeisterin – binnen zweier Wochen am Straßenrad und auf dem Mountainbike. Die U23-Klasse „übersprang“ sie im Weltcup in einem Jahr, bei ihrer Elite-Premiere im einzigen Weltcup gab es auf Anhieb zwei fünfte Ränge. „Sie ist unglaublich gut in Form, sie ist sicher neben Mona unsere große Hoffnung auf Gold“, sagt Nationaltrainer Christoph Peprnicek. Holen muss sie das im U23-Bereich: Aufgrund der UCI-Bestimmungen darf Stigger nicht in der Elite starten. Ein erstes Abtasten mit dem WM-Ort gab es gestern: „Die Strecke ist sehr speziell, top bearbeitet, aber beinhart. So wie es sein soll.“
  • Mona Mitterwallner: Kaum zu glauben, aber wahr: Dem Ausnahme-Talent Stigger folgt direkt Ausnahme-Talent Mitterwallner. Die 18-jährige Junioren-Vize-Weltmeisterin aus Silz bestritt am Samstag bei der Junior-Serie ihren einzigen internationalen Vergleich – und deklassierte den Rest um satte 3:18 Minuten. „Von Mona erwarten wir uns auch in Zukunft noch viel“, sagt Peprnicek.

🎥 Videobeitrag: Stigger und Mitterwallner im Porträt

  • Herren: Gleich fünf Tiroler tauchen im Sieben-Mann-Kader der Elite auf. Viele Hoffnungen ruhen auf Max Foidl, der in Nove Mesto als 20. sein bestes Resultat schaffte. „Mit so einem Ergebnis zur WM zu kommen, gibt viel Selbsvertrauen. Die Vorfreude ist riesengroß“, sagte der St. Johanner. Für den Haiminger Charly Markt und Gregor Raggl wird es nach dem Ende ihres Teams (Möbel Märki) auch eine Selbstwerbung für einen Rennstall 2021. „Ich habe ein, zwei Angebote, da wird schon was dabei sein“, so Markt.
  • Damen: Die erfahrene Elisabeth Osl ist die einzige Tirolerin in der Elite und eine von zwei Damen neben Nadja Heigl. Die 34-jährige Kirchbergerin wird dabei aber nicht in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen.

🚵‍♂️🚵‍♀️ Mountainbike-WM in Saalfelden - Tiroler Vertreter

  • Herren: Elite: Fabian Costa, Armin Embacher, Max Foidl, Charly Markt, Gregor Raggl. U23: Mario Bair, Emanuel Zangerle.
  • Damen: Elite: Elisabeth Osl. U23: Laura Stigger, Tamara Wiedmann, Anna Spielmann. Junioren: Viktoria Gratzer, Mona Mitterwallner.
  • Programm, Mittwoch: 12.30 Uhr: Team-Bewerb (Stigger, Foidl, Bair, Mitterwallner, Hatz, Druml).

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