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Investitionsmut wird in Zeiten von Corona belohnt

Um die österreichische Wirtschaft in der Folge der Corona-Krise zu unterstützen, soll mit der „aws Investitionsprämie“ ein Anreiz für Investitionen geschaffen werden.

Mit der COVID-19 Investitionsprämie werden neben digitalen auch zahlreiche bauliche Maßnahmen mit bis zu 14 Prozent Zuschuss gefördert.
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Förderfähig sind Unternehmen aller Größen und Branchen, die über einen Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich verfügen. Landesinnungsmeister Anton Rieder sieht diese Regierungsmaßnahme als wirksamen Anreiz, um auch die Wirtschaft in Tirol wieder anzukurbeln: „Gerade im Bauwesen sollten sinnvolle Projektvorhaben nicht verschoben, sondern zeitnah realisiert werden. Es hängt viel am Bau – nicht nur die Baufirmen, sondern auch zahlreiche vor- und nachgelagerte Branchen leisten bei guter Auftragslage einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen und zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit.“

Die Basisprämie beträgt 7 Prozent der Anschaffungskosten, besonders begünstigt mit 14 Prozent sind Investitionen in den Bereichen Ökologisierung, Digitalisierung, Life Science und Gesundheit. Ein Beispiel: Ein Tischlereibetrieb investiert 230.000 Euro in die Vergrößerung der Werkshalle. Zudem wird die bestehende Halle um 100.000 Euro thermisch saniert und es werden Holzbearbeitungsmaschinen im Wert von 70.000 Euro angeschafft. Für den Erwerb der Maschinen und die Erweiterungsarbeiten erhält das Unternehmen einen Zuschuss von 7 Prozent. Für die thermische Sanierung, die in den Bereich der Ökologisierung fällt, beträgt die Förderung, die von der Einkommensteuer befreit ist, sogar 14 Prozent. Insgesamt wird die Tischlerei im Rahmen dieser Investitionen mit 35.000 Euro vom Staat unterstützt.

Anton Rieder, Landesinnungsmeister
© Ch. Ascher

14 Prozent für Investitionen in Digitalisierung. Anton Rieder betont seit dem Auftreten des Virus, dass man diese Krise auch als Chance sehen muss. Gerade die Digitalisierung trägt hier großes Potenzial in sich. „Wir spüren ein deutliches Umdenken innerhalb der Tiroler Baubranche. Von Architekten und Baumeistern über Bauherren bis zu Fassadenspezialisten wächst die Bedeutung der Digitalisierung auf allen Ebenen“, zeigt sich der Landesinnungsmeister zuversichtlich. Auch hier bietet die COVID-19 Investitionsprämie Unternehmen die Chance, in Sachen „Digitalisierung“ aufzurüsten. Investitionen in die digitale Infrastruktur und in Technologien wie künstliche Intelligenz, CloudComputing, 3D-Druck, Blockchain und Big Data werden mit einem 14-prozentigen Zuschuss unterstützt.

Prämienantrag bis 28. Februar 2021 möglich

Die Prämie kann bis zum 28. Februar 2021 bei der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) beantragt werden und ist für Investitionen, die ab 1. August 2020 getätigt werden, rückwirkend gültig. Ausgeschlossen sind insbesondere klimaschädliche Investitionen oder Investitionen in unbebaute Grundstücke, in Finanzanlagen, Übernahmen oder in aktivierte Eigenleistungen. Auch die Anschaffung von PKWs und LKWs, die fossile Energieträger direkt nutzen, ist nicht förderungsfähig, es sei denn, es handelt sich um selbstfahrende Arbeitsmaschinen. Eine Auflistung jedenfalls förderbarer, selbstfahrender Arbeitsmaschinen steht auf der Website www.aws.at zum Download bereit.

Beschleunigte AfA für Gebäude

Neben der COVID-19 Investitionsprämie hat die Bundesregierung weitere Maßnahmen ergriffen, mit denen die Nachfrage in den nächsten Monaten stabilisiert werden soll. Dazu wurden zusätzlich zur Förderung von kommunalen Investitionen auch Anreize für private Unternehmungen geschaffen: Durch das Konjunkturstärkungsgesetz 2020 wurde für Gebäude, die nach dem 30. Juni 2020 gekauft oder hergestellt wurden bzw. werden, die Möglichkeit einer beschleunigten Absetzung für Abnutzung (AfA) in die Wege geleitet. Bei Sachgüter­investitionen ist es künftig möglich, diese degressiv statt linear abzusetzen.


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