Österreichs Kletter-Asse lassen EM in Moskau wegen Corona-Gefahr aus

"Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber die Gesundheit aller Beteiligten steht ganz klar an erster Stelle", teilte der Verband in einer Aussendung mit.

Jakob Schubert und Co. klettern nicht bei der EM.
© Moritz Liebhaber

Innsbruck – Der Österreichische Kletterverband (KVÖ) wird Ende November keine Athleten zur Kletter-EM nach Moskau entsenden. Diese Entscheidung sei als Vorsichtsmaßnahme in der sich wieder verschärfenden Corona-Pandemie erfolgt, wie der KVÖ am Sonntag nach einem Vorstandsbeschluss bekanntgab.

"Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber die Gesundheit aller Beteiligten steht ganz klar an erster Stelle. Wir haben uns mit den Coaches beraten und auch die Meinungen der Athletinnen und Athleten eingeholt. Aus unserer Sicht ist eine Entsendung nach Moskau aufgrund von Reisewarnungen und Beschränkungen nicht zu verantworten", erklärte KVÖ-Sportdirektor Heiko Wilhelm. Aktuell gelte für Russland eine Reisewarnung der höchsten Stufe 6.

Ex-Weltmeister Jakob Schubert kann die Entscheidung nachvollziehen. "Als Sportler schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Natürlich wäre ich gerne geklettert, vor allem da wir so wenige Wettkämpfe in dieser Saison hatten. Das vermisse ich natürlich. Aber es steht sehr viel auf dem Spiel, nämlich die Gesundheit - und da ist es in der aktuellen Situation sicher die richtige Entscheidung", so der Tiroler.

Schubert und Pilz klettern bei Olympia

Mit der Entscheidung zur Nichtteilnahme ist es fix, dass nächstes Jahr in Tokio mit Schubert und Jessica Pilz ein KVÖ-Duo bei der Olympia-Premiere der Sportart vertreten sein wird. Die Weltmeister von Innsbruck hatten sich bei der WM 2019 in Hachioji ihre Tickets gesichert.

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Die Moskau-EM war heuer wegen der Corona-Pandemie bereits mehrmals verschoben worden und ist mittlerweile lange nach dem heuer einzigen Weltcup im August in Briancon und den Staatsmeisterschaften Ende September angesetzt. (APA)


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