Kopfgeld für 6-Meter-Schlange: US-Jäger erlegten Rekord-Python

Wahrscheinlich als Haustier nach Florida gebracht, hat die burmesische Python dort keine natürlichen Fressfeinde. Im Gegenteil: Sie futtert sich fröhlich durch die warmen Feuchtgebiete und macht dabei nicht einmal vor Alligatoren halt. Jäger haben nun ein Rekord-Exemplar erlegt.

Ryan Ausburn und Kevin Pavlidis trauten ihren Augen kaum.
© YouTube/Screenshot

Miami – Stolze Beute: In Florida haben zwei Jäger mit der Tötung einer Riesenschlange einen neuen Jagdrekord aufgestellt. Mit 5,71 Metern sei die burmesische Python die bislang größte Schlange der invasiven Art, die in dem US-Bundesstaat erlegt wurde, gaben die Wildtierbehörden am Freitag bekannt. Ein veröffentlichtes Bild zeigt die beiden Jäger Ryan Ausburn und Kevin Pavlidis an beiden Enden der Riesenschlange, die sich über die gesamte Breite einer Landstraße erstreckt.

Das 47 Kilogramm schwere Tier wurde demnach rund 60 Kilometer entfernt von der Metropole Miami erlegt. „Ich dachte: Oh mein Gott, das Ding ist riesig. So einen Fang hat man sehr selten, vielleicht nur einmal im Leben", erinnert sich Pavlidis zurück. Die Jäger hatten die Tigerphyton in einem Tümpel in den sumpfigen Everglades entdeckt und mit bloßen Händen erlegt. Ausburn stürzte sich als erstes auf die Riesenschlange. „Wir sind auf ein Monster gestoßen. Ich hole es mir. Mischt euch nicht ein. Wenn es mich erwischt, lasst mich sterben", dachte er sich.

📽️ Video | So haben beiden die Jagd dokumentiert

Das Jagen und töten der invasiven Art ist in Florida für jedermann erlaubt, denn sie bedroht das einheimische Ökosystem. Ausburn und Pavlidis sind allerdings erfahrene Profis. Trotzdem schlotterten ihnen die Knie. Pavlidis: „Ich hatte noch nie Angst vor einer Schlange. Aber als ich diese Schlange gesehen habe, dachte ich: Die kann mich umbringen."

Bisheriger Rekord lag bei 5,68 Metern

Die Tötung der „weiblichen Schlange ist ein Triumph für unsere einheimische Tierwelt und unsere Lebensräume", erklärte die Behörde. Der bisherige Rekord lag beim Fang einer 5,68 Meter langen Schlange im Jahr 2013.

Die aus Südostasien stammende Art der burmesischen Python wurde vermutlich in den 90er Jahren als exotisches Haustier nach Florida eingeführt und in den Feuchtgebieten der Everglades ausgesetzt. Die Schlangen haben dort keine natürlichen Fressfeinde und machen Jagd auf die einheimische Tierwelt, indem sie alles, von Waschbären bis hin zu kleineren Alligatoren, fressen. Die Wildtierbehörde von Florida zahlt Jägern ein Kopfgeld, um die Schlangen zu fangen. (AFP, TT.com)


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