Kein Ronaldo, kaum Zuschauer: Corona trübt den Auftakt in der Königsklasse

Das Match in Paris zwischen PSG und Manchester United findet aufgrund der zuletzt stark gestiegenen Corona-Infektionen und der nächtlichen Ausgangssperre (21 bis 6 Uhr) in der französischen Hauptstadt ohne Fans statt.

Die PSG-Stars Mbappe (l.) und Neymar müssen im Schlager gegen Manchester United ohne Zuschauer spielen.
© Philippe LECOEUR via www.imago-images.de

Paris/Leipzig - Die Fußball-Champions-League startet am Dienstagabend zwar mit dem Schlager Paris Saint-Germain - Manchester United, wird aber weiter von der Covid-19-Krise getrübt. Chelsea - Sevilla und Lazio Rom - Dortmund lauten die beiden weiteren Topduelle am ersten Spieltag, an dem der FC Barcelona vor einem Pflicht-Heimsieg gegen Ferencvaros Budapest steht. Gleiches gilt für RB Leipzig auch ohne die verletzten ÖFB-Legionäre Marcel Sabitzer und Konrad Laimer gegen Istanbul Basaksehir.

Das Match in Paris, wo der unterlegene Finalist der Vorsaison den englischen Rekordmeister empfängt, findet aufgrund der zuletzt stark gestiegenen Corona-Infektionen und der nächtlichen Ausgangssperre (21 bis 6 Uhr) in der französischen Hauptstadt ohne Fans statt. Italiens Serienchampion Juventus Turin muss dagegen beim Gastspiel in Kiew auf seinen positiv auf Covid-19 getesteten Superstar Cristiano Ronaldo verzichten. Und auch darüber hinaus beeinträchtigt Corona den Königsklassen-Auftakt. So werden etwa in Leipzig nicht wie geplant 8.500, sondern nur 999 Zuschauer ins Stadion gelassen.

Grund dafür war der für Dienstag erwartete Wert von 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Laut UEFA-Vorgaben war deshalb eigentlich noch keine Reduzierung der Fan-Kapazität erforderlich. Denn die Europäische Fußball-Union (UEFA) gestattet bis zu einem Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner für die vergangenen sieben Tage deutlich mehr Zuschauer, das letzte Wort hat aber stets das örtliche Gesundheitsamt. Laut UEFA dürfen maximal 30 Prozent der Stadionkapazität genutzt werden, Auswärtsfans sind jedoch nicht zugelassen.

Verhindern nationale Regelungen die Ausrichtung eines Spiels, trägt in der Regel der Heimverein die Verantwortung für die Suche nach einem Ausweichtermin und/oder -ort, selbst dann, wenn das Land des Gastvereins die Reise zum Spiel unmöglich macht. Dann aber werden die entstehenden Kosten geteilt. Grundsätzlich sollen alle Clubs laut UEFA um "Ausnahmegenehmigungen von bestehenden Reisebeschränkungen wie Grenzschließungen und Quarantänebestimmungen" bemüht sein.

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Gruppenphase soll bis 9. Dezember abgeschlossen sein

Positive Corona-Tests innerhalb einer Mannschaft führen ebenfalls nicht zwangsläufig zu Spielabsagen. Stehen mindestens 13 Kicker zur Verfügung (einschließlich mindestens einem Tormann) muss das Match am geplanten Termin ausgetragen werden. Verhindert würde dies allerdings beispielsweise durch die Anordnung einer Quarantäne für die gesamte Mannschaft durch die Behörden.

Die Vereine haben auch die Möglichkeit, zunächst nicht für den Europacup registrierte Spieler nachzumelden. Neuansetzungen mit dann negativ getesteten Akteuren sind möglich. Klappt das nicht, verliert der verantwortliche Verein die Partie am grünen Tisch. Und wird ein Mitglied des Schiedsrichterteams positiv auf das Coronavirus getestet, behält sich die UEFA das Recht vor, Ersatzschiedsrichter zu benennen, die auch aus dem Land eines der am Spiel beteiligten Vereine kommen können.

Trotz all dieser Unsicherheitsfaktoren sollen die Gruppenphasen der Champions League (bis 9.12.) und der Europa League (bis 10.12.) innerhalb von nur 50 Tagen bis Mitte Dezember abgeschlossen sein. Aufgrund der Corona-Pandemie erlaubt die UEFA aber vorsorglich, dass Spiele notfalls bis zum 28. Jänner 2021 nachgetragen werden können. Sollte dies nicht gelingen, ist auch dieses Worst-Case-Szenario berücksichtigt worden. Dann nämlich legt das UEFA-Exekutivkomitee "Grundsätze" dafür fest, dass die Teilnehmer an der K.o.-Runde der Champions League und Europa League bestimmt werden. (APA/dpa)


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