Rund 4000 Arbeitslose mehr im Wochenvergleich

Von den aktuell Betroffenen sind 348.354 arbeitslos und 64.887 in Schulung. Noch gibt es keine belastbaren Zahlen zur dritten Phase der Kurzarbeit.

Die dritte Phase der Kurzarbeit hat mit Oktober begonnen.
© Böhm Thomas

Wien, Stepanakert – Diese Woche waren in Österreich 413.241 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) als jobsuchend vorgemerkt, das waren um rund 4000 mehr als in der Vorwoche (409.356). Von den aktuell Betroffenen sind 348.354 arbeitslos und 64.887 in Schulung, teilte das Arbeitsministerium am Dienstag mit. Gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt gibt es damit 71.000 Jobsuchende mehr - das bedeutet eine geringfügig niedrigere krisenbedingte Arbeitslosigkeit als in den Vorwochen (damals 72.000).

Für Anmeldungen zur dritten Phase der Kurzarbeit gibt es laut Arbeitsministerium noch keine belastbaren Zahlen, die Betriebe können noch bis Anfang November Anträge rückwirkend stellen. Die dritte Phase der Kurzarbeit hat mit Oktober begonnen.

© APA-Grafik

EU-Arbeitsmärkte stabilisieren sich trotz Corona

Trotz Coronakrise haben sich die Aussichten auf den Arbeitsmärkten in vielen europäischen Ländern nach dem Einbruch im Frühjahr wieder verbessert. "Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Europa stabilisiert sich, aber die Krise ist noch nicht überstanden", erklärte am Dienstag Enzo Weber vom deutschen Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Teile der Wirtschaft wie die Automobilwirtschaft und der Einzelhandel seien noch in schwierigen Transformationsprozessen. Auch die wieder steigenden Infektionszahlen seien weiter ein Risiko.

Aktuell stehe das europäische Arbeitsmarktbarometer bei 98,7 Punkten auf einer Skala von 90 bis 110 Punkten, teilte das IAB mit. Nach einem tiefen Absturz im April auf 93,5 Punkte sei damit ein erheblicher Teil des Rückgangs wieder ausgeglichen.

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Für die kommenden Monate "gut gerüstet"

Eine Untersuchung des Wifo im Auftrag des Insolvenzentgeltfonds (IEF) kommt zu dem Schluss, dass zwar derzeit die Insolvenzen sinken, dass aber 2021 mit 5500 bis 5800 neu eröffneten Insolvenzen zu rechnen sei. Das Wifo-Durchschnittszenario geht von 29.144 Betroffenen bei IEF-Fällen aus, das wäre ein Anstieg um 40 Prozent. Im IEF stehen derzeit 840 Millionen Euro zur Verfügung, wobei heuer, ähnlich wie im Vorjahr, Auszahlungen in der Höhe von 167 Millionen. Euro zu erwarten seien und 2021 rund 315 Millionen Euro.

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Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) verweist darauf, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit saisonale Effekte spiegle. "Mit der Verlängerung der Kurzarbeit und der Corona-Joboffensive inklusive Arbeitsstiftungen sind wir für die kommenden Monate gerüstet", so Aschbacher. (APA, Reuters, TT.com)


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