Wolfsrisse im Wipptal: DNA weist verschiedene Herkunft nach

Weitere Untersuchungsergebnisse von Rissen im Wipptal, im Unterland und in Osttirol liegen vor. Die Tiere kommen aus drei unterschiedlichen Populationen.

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Innsbruck – Im heurigen Sommer erregten mehrere Wolfsrisse im Wipptal die Gemüter. Nun weisen die neuesten Ergebnisse der genetischen Befunde laut Aussendung des Landes Tirol eine unterschiedliche Herkunft bei heimischen Schafs- und Ziegenrissen nach. Die Wölfe bei den Rissen in Ellbögen vom 8. September und Navis vom 15. August und 8. Oktober stammen demnach aus zwei verschiedenen Herkunftspopulationen. Dazu gehören der deutsch-polnische (nördliche Population) sowie der italienische Raum.

Ein Wolf aus der nördlichen Population sei auch für den Schafsriss vom 5. Oktober im Gemeindegebiet von Innervillgraten verantwortlich. Es bestehe der Verdacht, dass es sich um dasselbe Tier wie jenes von Rissen in Leisach und Lavant handelt.

Weitere Auswertungen von DNA-Proben bei Ziegenrissen in Kirchdorf (8. Oktober) weisen die dinarische Population (Südosteuropa) nach. Ein Wolf mit dieser Herkunft wurde heuer bereits mehrfach im Unterland genetisch bestimmt. Damit wurden Wölfe aus drei verschiedenen Populationen bestätigt.

Die genaue Bestimmung des Individuums und des Geschlechts ist derzeit noch nicht geklärt. (TT.com)


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