Gebeine von österreichischem Soldaten im Trentino entdeckt

Die sterblichen Überreste wurden von einem Förster entdeckt, der in den Wäldern des Civerone-Bergs unterwegs war. Anhand eines Knopfes an der Uniform konnte der Tote als Kaiserjäger identifiziert werden.

Italienische Polizisten. (Symoblfoto)
© TT/Böhm

Rom/Trient – Die sterblichen Überreste eines österreichischen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg sind am Berg Civerone im Trentino entdeckt worden. Dank eines Knopfes der Uniform konnte der Tote als Kaiserjäger identifiziert werden. Entdeckt wurde auch die Kugel, die den Soldat traf, berichteten Trentiner Medien. Die sterblichen Überreste wurden von Förstern entdeckt, die in den Wäldern des Civerone-Bergs unterwegs waren.

Die geborgene Leiche wurde in die Gemeinde Castelnuovo gebracht. Die Gebeine sollen bei einer Zeremonie im österreichisch-ungarischen Soldatenfriedhof am Berg Civerone bestattet werden. In der Gegend hatte sich zwischen dem 10. und dem 29. Juni 1917 eine Bergschlacht abgespielt, bei der 25.000 italienische und 9000 österreichische Soldaten ums Leben kamen.

Wegen der Gletscherschmelze waren im Trentino in den vergangenen Jahren wiederholt Überreste von Soldaten aus den Kriegszeiten entdeckt worden. Die sterblichen Überreste eines österreichischen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg wurden im September in Crozzon di Lares im Adamello-Massiv im Trentino auf einer Höhe von 3150 Metern entdeckt worden. Zwei Alpinisten fanden den Toten in einem Gletscher. Sie alarmierten die Carabinieri. (APA)


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