Lieber Wien als Paris: Djokovic sagte Start bei Masters-Turnier ab

Bei dem Masters-1000-Turnier könne er aufgrund der Corona-Regelung keine zusätzlichen Punkte für die Weltrangliste gewinnen, in Wien und bei den ATP-Finals allerdings schon. Roger Federer blickt unterdessen optimistisch seinem geplanten Comeback bei den Australian Open entgegen.

Novak Djokovic verriet seine Turnierpläne für das restliche Tennis-Jahr.
© ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Belgrad – Der Serbe Novak Djokovic hat seine Teilnahme am Masters-1000-Tennisturnier Anfang November in Paris abgesagt. Der Weltranglistenerste begründete das am Mittwoch in der Belgrader Tageszeitung Sportski Zurnal damit, dass er da keine Punkte gewinnen könne. „Aber ich werde in Wien und London (ATP-Finals, Anm.) spielen“, bestärkte Djokovic die Zusage für die Events davor und danach. Dass er nächste Woche volle 500 Zähler holen kann, ist so ein Glücksfall für das Erste Bank Open.

Djokovic hat das Pariser Hallenturnier 2019 gewonnen. Da eine wegen der Corona-Pandemie noch bis Jahresende geltende Regelung besagt, dass das bessere Ergebnis bei einem Turnier aus beiden Jahren für die Weltrangliste zählt, könnte der 33-Jährige auch bei einem Turniersieg nichts zusätzlich anschreiben. Rafael Nadal hingegen hat für Paris genannt und würde mit einem Finalsieg sein 36. Masters-1000-Turnier gewinnen. Damit würde er in dieser Wertung mit Rekordhalter Djokovic gleichziehen.

Federer-Rekord an der Weltranglistenspitze im Visier

Der sieht dem gelassen entgegen. „Dieser Rekord ist nicht meine Priorität. Meine aktuelle Aufgabe ist, so viele Punkte wie möglich zu sammeln, um vor der nächsten Saison so viel wie möglich Abstand zwischen mir und meinen Verfolgern zu haben.“ Schon im März könnte Djokovic Roger Federer als Mann mit den meisten Wochen an der Weltranglistenspitze ablösen. „Ich will damit in die Geschichte eingehen und alles machen, um das zu ermöglichen. Es liegt alles in meinen Händen.“ (APA)

🎾 Federer schmerzfrei auf Kurs Australian Open

Roger Federer fühlt sich in Richtung seines Comebacks auf dem richtigen Kurs. Der Schweizer hat zuletzt im Jänner bei den Australian Open gespielt, wo er 2021 auch wieder auf die Tour einsteigen will. Der 39-Jährige hat sich mittlerweile zwei Knie-Arthroskopien unterzogen. "Ich setze mir keinen Druck auf und lasse mir Zeit", erklärte Federer der Schweizer Illustrierten. "Ich werde erst ins Turniergeschehen eingreifen, wenn ich zu hundert Prozent fit bin."

Aktuell sehe es eben danach aus, dass es mit den Australian Open in Melbourne klappen sollte. Allerdings könne er derzeit noch nicht normal trainieren. "Mehr als zwei Stunden mit dem Racket sind im Moment nicht drin", verriet der Eidgenosse. "Aber ich arbeite schon eine Weile absolut schmerzfrei an Kondition und Kraft. Weitere Operationen wird es nicht geben."


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