Geld zurück: Tiwag und VKI einigen sich im Preisklausel-Streit

Nachdem der OGH im Oktober 2019 eine Preiserhöhungsklausel des niederösterreichischen Energieversorgers EVN für unzulässig erklärt hatte, konnten sich der VKI und die Tiwag nun auch für Tirol einigen.

Betroffene können mit bis zu 45 Euro rechnen. (Symbolfoto)
© Erwin Wodicka - wodicka@aon.at

Innsbruck - Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte im Herbst 2019 eine Preisanpassungsklausel der EVN für unzulässig erklärt, wodurch auch die Grundlage für Preiserhöhungen der Tiwag im Jahr 2019 fiel. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat sich nun mit dem landeseigenen Tiroler Energieversorger Tiwag in Sachen Preisanpassungsklausel verglichen, so die Konsumentenschützer in einer Aussendung am Donnerstag.

Wir haben mit der TIWAG eine unkomplizierte und konsumentenfreundliche Lösung für die Betroffenen gefunden, die lange Rechtsstreitigkeiten vermeiden.
Thomas Hirmke, Leiter des Bereiches Recht im VKI

Nun sollen alle Betroffenen Geldersatz oder einen Gutschein für die Preisdifferenz zwischen 2018 und 2019 erhalten. Die Refundierung soll entweder durch einen Gutschein oder mittels Banküberweisung erfolgen. Betroffene Haushalte mit einem durchschnittlichen Energieverbrauch könnten in der Regel mit einer Kompensation von 45 Euro rechnen.

Der Gutschein sei im Onlineportal der Tiwag erhältlich und könne bis 31. Dezember 2023 beim Partnerunternehmen e-tec electronic GmbH eingelöst werden. Voraussetzung für die Überweisung des pauschalen Geldersatzes sei eine kostenlose Anmeldung beim VKI bis spätestens 10. Jänner 2021.

Auch ehemalige Kunden hätten Anspruch auf Refundierung. Entsprechende Informationen würden laut einer Aussendung Ende Oktober 2020 von der Tiwag an bestehende Kunden versandt. (TT.com)

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