Millionenbetrug beim Semmering-Basistunnel

Baumaterialien im Wert von mehr als zwei Millionen Euro sollen von einer Baustelle abgezweigt und unter der Hand weiterverkauft worden sein. Acht Beschuldigte stehen unter Verdacht.

Archivfoto vom Bau des Semmering-Basistunnels.
© APA/ROBERT JAEGER

Neunkirchen – Beim Bau des Semmering-Basistunnels soll es zu einem millionenschweren Betrug gekommen sein. Baumaterialien im Wert von mehr als 2 Mio. Euro sollen von einer Baustelle abgezweigt und unter der Hand verkauft worden sein. "Ermittelt wird gegen acht Beschuldigte wegen Betrugs und Untreue", sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Leoben, Andreas Riedler, dem Kurier (Sonntagsausgabe). Die Staatsanwaltschaft wolle noch heuer Anklage erheben, heißt es in dem Bericht.

Geschädigt wurde durch den Betrug das Marti-Tunnelbaukonsortium und somit die öffentliche Hand als Auftraggeber für den Semmering-Basistunnel. Die ARGE hatte von den ÖBB den Zuschlag für den sieben Kilometer langen Tunnelabschnitt Grautschenhof zwischen Mürzzuschlag und Spital am Semmering bekommen.

Der Chefeinkäufer der Baustelle soll gemeinsam mit Komplizen tonnenweise Ziegel, Beton, Baustahl und andere Materialien abgezweigt und weiterverkauft haben. Auch gegen Zulieferfirmen wird wegen ausgestellter Scheinrechnungen ermittelt. Die Vorgänge blieben lange unentdeckt und fielen erst auf, als im Jahr 2018 rund 300.000 Liter Diesel von der Baustelle verschwanden. (APA)

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