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Tiroler Landesinnung fordert digitale Bauverfahren

Die Bauinnung blickt auf ein herausforderndes Jahr zurück. Als Interessenvertreter der Tiroler Baubranche leistet das Team in Zeiten von Corona eine beharrliche Überzeugungsarbeit, um Projekte am Laufen zu halten und Behördenverfahren zu beschleunigen.

Gerade in Zeiten von Corona ist die Digitalisierung eine große Chance, um die Wirtschaft in Tirol voranzutreiben.
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Als das tägliche Leben während des Lockdowns stillstand, ging der Betrieb auf den Baustellen im Land mit wenigen Unterbrechungen weiter. Die Baubranche konnte sich trotz Corona in Gang halten. Auch das zum damaligen Zeitpunkt befürchtete Herbstloch blieb den Tiroler Bauunternehmerinnen und -unternehmern erspart. Gerade der Wohnbau sei laut Anton Rieder nur in geringem Maße von der Krise betroffen, weil sich der Wunsch nach einem Eigenheim bei vielen Tirolerinnen und Tirolern sogar noch einmal verstärkt hätte.

Der Landesinnungsmeister zeigt sich in Sachen Auftragslage auch für das Jahr 2021 optimistisch, allerdings gebe es gerade bei den Behördenverfahren noch immer großen Aufholbedarf. Um in diesem Bereich eine Beschleunigung zu erzielen, leistet die Landesinnung Bau seit dem Auftreten des Virus eine beharrliche Überzeugungsarbeit.

„Digitale Verfahren können zu einer erheblichen Optimierung des Systems führen. Dennoch ist die Zettelwirtschaft trotz Digitalisierungsoffensiven der ständige Begleiter von Bauverfahren. Es geht keinesfalls darum, auf Vorschriften zu verzichten, sondern verlässliche, valide, transparente und digitale Bauverfahren zu ermöglichen.“ - Anton Rieder, Landesinnungsmeister
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„Wir haben die Verantwortlichen regelmäßig um Auskunft gebeten, wann mit Verfahren zu rechnen ist, und Sammellisten periodisch an Aufsichtsbehörden übergeben“, so Rieder, der gerade jetzt den verstärkten Einsatz digitaler Möglichkeiten vorantreiben möchte. Digitale Verfahren können zu einer erheblichen Optimierung des Systems führen. Dennoch sei die Zettelwirtschaft trotz Digitalisierungsoffensiven der ständige Begleiter von Bauverfahren.

Es geht laut dem Landesinnungsmeister keinesfalls darum, auf Vorschriften zu verzichten, sondern verlässliche, valide, transparente und digitale Bauverfahren zu ermöglichen. Verzögerte Behördenverfahren bremsen die Baubranche, die gerade in diesen Zeiten ein wichtiger Motor für die Tiroler Wirtschaft ist. „Es hängt viel am Bau. Betroffen sind hier nicht nur die Baufirmen selbst, sondern viele vor- und nachgelagerte Branchen“, betont Rieder.

Gemeinden stärken und Investitionen vorantreiben

Neben der Beschleunigung der Behördenverfahren fordert die Tiroler Landesinnung Bau die Stärkung der Gemeinden als Auftraggeber. Es müsse jetzt Geld in die Hand genommenen werden, damit sowohl kurzfristige als auch langfristige Projekte umgesetzt werden können und die heimische Bauwirtschaft ein wichtiger Konjunktur- und Beschäftigungsmotor im Land bleibt.

Im privaten Sektor wurde mit der „aws Investitionsprämie“ ein hilfreicher Anreiz für Investitionen geschaffen. Förderfähig sind Unternehmen aller Größen und Branchen, die über einen Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich verfügen. Die Basisprämie beträgt 7 % der Anschaffungskosten, besonders begünstigt mit 14 % sind Investitionen in den Bereichen Ökologisierung, Digitalisierung, Life Science und Gesundheit.

Ein Beispiel: Eine Tischlerei investiert € 230.000 in die Vergrößerung der Werkshalle. Zudem wird die bestehende Halle um € 100.000 thermisch saniert und es werden Holzbearbeitungsmaschinen im Wert von € 70.000 angeschafft. Für den Erwerb der Maschinen und die Erweiterungsarbeiten erhält der Betrieb einen Zuschuss von 7 %. Für die thermische Sanierung beträgt die Förderung 14 %. Insgesamt wird die Tischlerei mit € 35.000 vom Staat unterstützt. Laut dem Landesinnungsmeister Anton Rieder müsse man diese Krise auch als Chance sehen.

Gerade die Digitalisierung trägt großes Potenzial in sich. Auch hier bietet die Prämie Unternehmen die Möglichkeit, sich für die Zukunft zu rüsten. Investitionen in die digitale Infrastruktur und in Technologien wie künstliche Intelligenz, CloudComputing, 3D-Druck, Blockchain und Big Data werden mit einem 14-prozentigen Zuschuss unterstützt. „Wir spüren ein deutliches Umdenken innerhalb der Tiroler Baubranche. Von Architekten und Baumeistern über Bauherren bis zu Fassadenspezialisten wächst die Bedeutung der Digitalisierung auf allen Ebenen“, zeigt sich Anton Rieder zuversichtlich.


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