Zu Halloween heuer zu Hause bleiben, sonst gibt's Saures

Auch Halloween bleibt von der Corona-Krise nicht verschont: Die Polizei hat verstärkte Kontrollen angekündigt. Das traditionelle „von Haus zu Haus gehen“ ist zwar erlaubt, es wird jedoch davon abgeraten.

Halloween hat sich in Österreich längst etabliert.
© AFP

Wien, Innsbruck – Zu Hause bleiben, sonst gibt's in Corona-Zeiten Saures – zumindest für jene, die sich zu Halloween nicht an die gesetzlichen Vorgaben im Nachtgastronomie-Bereich halten. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hat für die Nacht auf Sonntag Kontrollen der Landespolizeidirektionen angekündigt, auch zur Verhinderung größerer Feiern und Treffen im öffentlichen Raum. „Verantwortung für unser gesellschaftliches Zusammenleben zeigen jetzt jene, die auf Partys und Feiern verzichten“, mahnte der Minister.

Die Tiroler Polizei wies am Freitag darauf hin, dass aufgrund der derzeit geltenden Corona-Regelungen Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze – also typische Halloween-Partys – für bis zu maximal sechs Personen (Indoor) und bis zu maximal zwölf Personen (Outdoor) zulässig sind. Die selben Begrenzungen gelte für Feiern in Kellerräumen, Garagen, Stadeln, Werkstätten und dergleichen. Hier will die Polizei auch verstärkt kontrollieren.

„Süßes, sonst gibt's Saures“ heuer nicht empfohlen

Das traditionelle „von Haus zu Haus gehen“ von Kindern und Jugendlichen zählt laut Polzei nicht als Veranstaltung im rechtlichen Sinn und betrifft vorwiegend den privaten Bereich. Dennoch wird empfohlen, heuer darauf zu verzichten. Die Polizei erinnert zudem daran, dass nicht alles, was als „harmloser Streich“ gedacht ist, auch erlaubt ist. Das Verunstalten oder Beschmieren von Häusern oder Autos, Beschädigen von Briefkästen, Zerstören von Mülltonnen sowie Drohungen und Diebstähle stellen Straftaten dar.

Halloween hat sich in Österreich trotz Kritik am „fremden“ Brauchtum längst etabliert: Viele Kinder fiebern oder zittern der Nacht auf den 1. November entgegen. Kein Wunder, ist dies doch die schaurige Nacht der verirrten Seelen, des keltischen Todesgottes Samhain und des Hexensabbats. Die Mädchen und Buben haben eins zu eins den Brauch übernommen, kostümiert von Haus zu Haus zu ziehen. Mit den deutschen Entsprechungen für „Trick Or Treat“ erpressen sie scherzhaft drohend Süßigkeiten, zumeist mit „Süßes, sonst gibt's Saures“. Heuer wird daraus leider nichts. (TT.com, APA)

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