Sportvorstand Salihamidzic: Alaba wird den FC Bayern wohl verlassen

Nach den gescheiterten Verhandlungen mit den Münchnern wird über die Zukunft des ÖFB-Teamspielers spekuliert. Für die spanischen Top-Klus dürfte Alaba zu teuer sein.

Die sportliche Zukunft von David Alaba ist nach den gescheiterten Verhandlungen mit den Bayern völlig offen.
© OLEG NIKISHIN

Salzburg/Madrid - Sportvorstand Hasan Salihamidzic vom deutschen Fußball-Meister Bayern München geht von einem Weggang des österreichischen Teamspielers David Alaba aus. "Ich weiß jetzt nicht mehr, wie wir zusammenfinden sollen", sagte Salihamidzic am Dienstag vor der Champions-League-Partie bei Red Bull Salzburg im Pay-TV-Sender Sky und betonte: "Jetzt müssen wir uns damit beschäftigen, dass uns David verlassen wird."

Alaba habe ein verbessertes Angebot zur Vertragsverlängerung abgelehnt, weshalb der Verein nach dem Ablauf einer Frist den 28-Jährigen und dessen Berater informiert habe, "dass wir das Angebot zurücknehmen werden", erklärte Salihamidzic.

Bayern-Präsident Herbert Hainer hatte am Sonntagabend im Bayerischen Fernsehen mitgeteilt, dass der Verein zum 31. Oktober Klarheit nach einem monatelangen Poker mit Alaba und dessen Berater haben wolle. "Es gibt kein Angebot mehr", hatte der 66-Jährige gesagt. Der Verein wolle Planungssicherheit für eine so wichtige Position und Personalie.

"Wir sind alle Profis. Wir schätzen ihn sehr, er ist ein Top-Spieler und hat eine große Bedeutung für unsere Mannschaft. Wir werden professionell damit umgehen", sagte Salihamidzic jetzt, räumte aber auch ein: "Wenn so ein Spieler ablösefrei den Club verlässt, ist das der Super-Gau." Alaba hatte sich über das zurückgezogene Vertragsangebot überrascht und enttäuscht gezeigt.

Wechsel nach Spanien wird schwierig

Ein möglicher Wechsel von Alaba vom FC Bayern zu Real Madrid oder dem FC Barcelona ist nach Einschätzung spanischer Sportmedien eher unwahrscheinlich. Es fehle wohl am Geld, schrieben die Blätter. Über die beiden spanischen Top-Vereine als mögliche Ziele des Wieners wird immer wieder spekuliert. Alaba nannte Spanien bereits mehrmals als seine Wunschdestination als Fußballer.

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Als Knackpunkt könnte sich die Dimension des Gehalts des 28-Jährigen erweisen, schrieb die Zeitung "AS". Sportlich würde Alaba aber sehr gut zu Real Madrid passen. Auch Italiens Rekordmeister Juventus Turin wurde zuletzt als Interessent gehandelt. Beim FC Barcelona ist die Lage ähnlich wie bei Real. Zwar interessieren sich die Katalanen schon seit Jahren für den Österreicher. Aber der finanziell angeschlagene Club verhandelt mit den Spielern um Superstar Lionel Messi um einen erheblichen Gehaltsverzicht. In einer solchen Situation sei die Verpflichtung eines teuren Spielers wie Alaba unmöglich, schrieb die Sportzeitung "Marca". (APA)


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