Leipzig gewann Schlager gegen PSG, Siege auch für Barca, Juve und Chelsea

Nach zwei Niederlagen wird es für Paris Saint-Germain, Finalist der Vorsaison, in der Champions League langsam ungemütlich. Barcelona kann hingegen bereits mit den Planungen für das Achtelfinale beginnen.

Lionel Messi erzielte bei Barcas Sieg gegen Dynamo Kiew den Führungstreffer.
© LLUIS GENE

Leipzig, Barcelona, London – RB Leipzig gewann am Mittwochabend sein Heimspiel in der Champions League gegen Paris Saint-Germain 2:1. Tabellenführer der Gruppe H ist allerdings weiter Manchester United trotz der überraschenden 1:2-Niederlage in Istanbul beim bisher punktlosen türkischen Champion Basaksehir. Leipzig schloss mit sechs Zählern zu Englands Rekordmeister auf, PSG und die Türken halten bei jeweils drei Punkten.

Der Gruppe-G-Spitzenreiter FC Barcelona gewann indes mit einem 2:1-Heimsieg über Dynamo Kiew auch sein drittes Match, Verfolger Juventus Turin siegte in Budapest bei Ferencvaros souverän 4:1. Neuer Tabellenführer der Gruppe F ist Borussia Dortmund nach einem 3:0-Sieg in Brügge, da Lazio Rom bei Zenit St. Petersburg nur 1:1 spielte. Die Gruppe E führt nach einem 3:0-Heimsieg über Stade Rennes weiter Chelsea an, Sevilla ist nach einem spektakulären 3:2-Heimerfolg gegen Krasnodar punktegleich mit den Londonern.

PSG ohne Neymar und Mbappe - und am Ende nur noch zu neunt

Der französische Meister trat in Leipzig in der Neuauflage des Halbfinales von Mitte August ohne seine verletzten Superstars Neymar und Kylian Mbappe an und erwischte trotzdem einen Traumstart, weil Ex-Salzburg-Spieler Dayot Upamecano PSG-Stürmer Moise Kean ideal wie unfreiwillig bediente. Der Italiener steckte perfekt durch für Di Maria, der den Ball ins lange Eck bugsierte. Nach einem Handspiel von Upamecano trat der Torschütze zum Elfer an, scheiterte aber an Tormann Peter Gulacsi (16.).

Nach diesem Fehlstart kämpfte sich Leipzig in die Partie und kam durch Christopher Nkunku (42.) zum Ausgleich. Emil Forsberg (57.) sorgte mit einem verwandelten Handelfmeter für den Endstand. Die Gäste aus Paris beendeten das Match nach Gelb-Rot für Idrissa Gueye (69.) und Presnel Kimpembe (95.) nur zu neunt. ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer spielte als Kapitän bei Leipzig bis zur 90. Minute.

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⚽ Champions League - Spiele am Mittwoch

Gruppe E

  • Chelsea - Stade Rennes 3:0 (2:0). Tore: Werner (10./Foulelfer , 41./Handelfer), Abraham (50.). Gelb-Rote Karte: Dalbert (Rennes/40.)
  • FC Sevilla - FK Krasnodar 3:2 (1:2). Tore: Rakitic (42.), En-Nesyri (69., 72.) bzw. Suleymanow (17.), Berg (21./Foulelfer). Rote Karte: Navas (Sevilla/45.+5/Torraub)

Gruppe F

  • Zenit St. Petersburg - Lazio Rom 1:1 (1:0). Tore: Jerochin (32.) bzw. Caicedo (82.)
  • Club Brügge - Borussia Dortmund 0:3 (0:3). Tore: Hazard (14.), Haaland (18., 32.)

Gruppe G

  • FC Barcelona - Dynamo Kiew 2:1 (1:0). Tore: Messi (5./Foulelfer), Pique (65.) bzw. Tsygankow (75.)
  • Ferencvaros Budapest - Juventus Turin 1:4 (0:1). Tore: Boli (90.) bzw. Morata (7., 60.), Dybala (73.), Dvali (81./Eigentor)

Gruppe H

  • Istanbul Basaksehir - Manchester United 2:1 (2:1). Tore: Ba (12.), Visca (40.) bzw. Martial (43.)
  • RB Leipzig - Paris St. Germain 2:1 (1:1). Tore: Nkunku (42.), Forsberg (57./Handelfer) bzw. Di Maria (6.). Gelb Rote Karten: Gueye (69.) und Kimpembe (beide PSG/95.).

Manchester United tat sich extrem schwer gegen die von Beginn an nur auf Konter lauernde Elf aus Istanbul, deren Igeltaktik vollends aufging. Denn schon in der 13. Minute nutzte Demba Ba die fehlende Gegenstoß-Absicherung der Gäste von der Insel und stellte auf 1:0. Ein schwerer Schnitzer von Juan Mata leitete dann das 2:0 durch den bosnischen Internationalen Edin Visca ein (40.).

Nur drei Minuten später verkürzte der Franzose Anthony Martial nach Flanke von Luke Shaw per Kopf zwar auf 1:2, doch zu mehr reichte es für den an diesem Abend einfallslose Mannschaft von Ole Gunnar Solskjaer nicht. Basaksehir durfte somit seinen Premierensieg in der Königsklasse bejubeln.

Barcelona und Juventus souverän, Haaland trifft doppelt

Für Barcelona erzielte Weltfußballer Lionel Messi (5.) vom Elferpunkt sein bereits 118. Champions-League-Tor, nachdem der Argentinier von Denys Popow im Strafraum gelegt worden war. Gerard Pique erhöhte per Kopf auf 2:0 (65.), ehe Viktor Tsygankov (75.) für Dynamo Kiew traf. Matchwinner für Juventus war Alvaro Morata (7., 60.) mit einem Doppelpack. Zwei schwere Schnitzer von Ferencvaros-Keeper Denes Dibusz führten noch zu zwei weiteren Juve-Treffern. Zunächst traf Paulo Dybala (73.), ein weiterer Schuss des Argentiniers wurde in der 81. Minute von Lasha Dvali ins eigene Tor gelenkt.

Dortmund entschied die Partie in Brügge durch Tore von Thorgan Hazard (14) und Ex-Salzburg-Stürmer Erling Haaland (18., 32.) bereits vor der Pause. In St. Petersburg, wo trotz Corona-Pandemie 20.000 Zuschauer im Stadion dabei sein durften, erzielte Alexander Jerochin (32.) das 1:0 für die bisher punktlosen Gastgeber, die in der Folge mehrere Chancen ausließen. So kam Lazio, das nach zahlreichen positiven Covid-19-Tests - u.a. auch Italiens Teamstürmer Ciro Immobile - nur noch 13 Spieler zur Verfügung hatte, im Finish zum Ausgleich durch "Joker" Felipe Caicedo (82.).

Chelsea-Matchwinner war der Deutsche Timo Werner mit zwei Elfertoren (10., 41.). Sein Landsmann Kai Havertz fehlte wegen einer Covid-19-Infektion bei den Gastgebern. Krasnodar führte in Sevilla bereits 2:0 und war nach einer Roten Karte für Jesus Navas wegen Torraubs unmittelbar vor der Pause die ganze zweite Hälfte in Überzahl. Trotzdem drehten die Andalusier die Partie noch durch Tore von Ivan Rakitic (42.) sowie Youssef En-Nesyri, der nur 190 Sekunden benötigte um seinen Doppelpack zu schnüren. (APA)


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