Verfahren gegen ÖFB-Präsident Windtner wegen FIFA-Spende eingestellt

"Es ist weder der Vorsatz, Joseph Blatter zu einem Befugnismissbrauch zu bestimmen, noch der erforderliche Schädigungsvorsatz nachweisbar", hieß es in der Begründung der Staatsanwaltschaft.

ÖFB-Präsident Leo Windtner.
© EXPA/JOHANN GRODER

Linz – Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat nach mehr als drei Jahren ein Verfahren gegen ÖFB-Präsident Leo Windtner eingestellt. Das berichteten oberösterreichische Zeitungen am Freitag. Windtner waren Unregelmäßigkeiten bei einer FIFA-Förderung für das von ihm unterstützte Fußball-Projekt Acakoro in Kenia vorgeworfen worden. Die Zahlung von 100.000 US-Dollar war 2015 kurz vor der Wiederwahl von Joseph Blatter als Präsident des Weltverbandes erfolgt.

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"Es ist weder der Vorsatz, Joseph Blatter zu einem Befugnismissbrauch zu bestimmen, noch der erforderliche Schädigungsvorsatz nachweisbar. Ein Zusammenhang der 2014 von Windtner angeregten Förderung mit der Stimmabgabe bei der FIFA-Präsidentenwahl ist ebenfalls nicht nachweisbar", zitierten die OÖ Nachrichten aus der Begründung der Staatsanwaltschaft für die Einstellung des Verfahrens. Die Anzeige hatte im April 2017 ursprünglich der Eisenbahnersportverein Wels eingebracht.

"Ich bin froh, dass dieses Kapitel abgeschlossen ist, ich habe immer nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt", betonte Windtner gegenüber dem OÖ Volksblatt. Der Vorwurf, er habe bei der 100.000-Dollar-Spende für das Hilfsprojekt intransparent gehandelt, sei damit "endlich vom Tisch", meinte der 70-Jährige. Der ÖFB hatte bei der FIFA-Präsidentenwahl 2015 nicht für Blatter, sondern für den letztlich glücklosen Herausforderer Prinz Ali bin al-Hussein gestimmt. (APA)

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