Achterbahnfahrt mit einzelnen Höhepunkten für Auer und Binder

Zwei Tiroler, eine Erkenntnis: Weder für Rene Binder (Langstrecke) noch für Österreichs Aushängeschild Lucas Auer (DTM) war es heuer leicht.

Erstmals in seiner Karriere streifte Lucas Auer den Rennoverall von BMW über. Die Rückkehr in die DTM brachte nicht nur Erfolge.
© Juergen Tap via www.imago-images.de

Innsbruck – Dass es nach dem Ausflug nach Japan in die Super Formula heuer mit der Rückkehr in den Tourenwagen-Sport nicht so einfach werden würde, war Lucas Aue­r bereits vor dem Saisonstart klar: Autowechsel und mitunter eine Dominanz von Audi, die auch heuer wieder in der DTM zum Tragen kam. Nach einer Eingewöhnungsphase landete Auer trotzdem zweimal auf dem Podium.

„Es war ein charakterbildendes Jahr für uns alle“, schrieb der „Luggi“ nach dem Hockenheimfinale auf seinem Instagram-Account über sein erstes BMW-Jahr, das er am Ende auf Gesamtrang 12 abschloss – drei Zähler vor seinem Salzburger Markenkollegen Philipp Eng. „Wir hatten Höhepunkte, aber auch Rückschläge.“

Am Lausitzring sorgte der Unterländer mit einem Sieg für die große Überraschung. Und bestätigte an diesem Rennnachmittag, nichts von seiner Schnelligkeit verloren zu haben. Gaben es die Umstände her, war der Tiroler bei der Musik.

Wie es nun weitergeht, war aus dem Auer-Lager noch nicht zu hören. Man wart­e einmal ab, was kommen werde. Der Vertrag mit BMW gilt auch 2021, deshalb kann man sich vorerst entspannt zurücklehnen. Nicht ausgeschlossen wäre ja ebenso ein Start in der neuen DTM, die im kommenden Jahr erstmals mit einem neuen GT3-Reglement aufwartet.

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Weltenbummler Bindler bleibt Serie treu

Indycar, Forme­l Renault oder Langstrecke (LMP2) – Rene Binder hat schon viel erlebt in seiner PS-Karriere. Heuer beendete der „Weltenbummler“ mit dem Inter Europol Competition Team die Rennsaison auf dem zwölften Rang der Gesamtwertung der European-Le-Mans-Series (ELMS). Und es sieht ganz danach aus, dass der 28-jährige Familienvater der Serie treu bleibt.

„Es gibt noch ein paar offene Fragen, aber es spricht aktuell schon sehr viel dafür, dass wir unsere Partnerschaft fortsetzen. Das Team hat sich in dieser Saison enorm weiterentwickelt und wird mit einem konkurrenzfähigen Auto einen deutlichen Schritt nach vorne machen. Das erwarte ich aber auch für mich persönlich“, erklärte Binder nach der Rückkehr nach Tirol.

Das Motorsportjahr 2020 scheint für Rene Binder bereits abgehakt – der Blick richtet sich auf die kommende neue Saison.
© ASTNBENG

Beim Saisonhighlight, dem 24-h-Klassiker in Le Mans, landete Binder mit seinem Team auf Rang 18. Mehr war mit dem Ligier-Paket nicht möglich, wie zu hören war. Die Enttäuschung hielt sich im von der Corona-Krise geprägten Jahr in Grenzen.

Zugleich weiß der Zillertaler, was er im kommenden Motorsportjahr unbedingt haben will: „Ich brauche ein konkurrenzfähiges Auto und zwei gute Teamkollegen, dann ist einiges möglich. Ich bleibe in jedem Fall zuversichtlich und hoffe, dass ich meine Fehlerquote weiterhin so gering halten kann wie bishe­r.“ (suki)


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