Krebsforscher: Risiko für Metastasen liegt in den Genen

Genfer Forscher markierten verschiedene Arten von Dickdarmkrebszellen genetisch, um zu identifizieren, welche Zellen zur Metastasierung neigen. Anschließend beobachteten sie, dass sich die Wanderung der Krebszellen stoppen ließ, wenn sie nicht-metastasierende und metastasierenden Zellen mischten.

Symbolfoto.
© Boris Roessler

Genf – Genfer Forschende haben ein Gen identifiziert, das Metastasen bei Dickdarmkrebs verhindern kann. So bildeten sich in Laborversuchen mehr Metastasen, wenn sie das Gen mit dem Namen VSIG1 in den Krebszellen entfernten. Bei einigen Krebspatienten verharren Tumore an Ort und Stelle, während sich das Krebsgeschwür bei anderen Menschen im ganzen Körper ausbreitet.

Forschende der Universität Genf markierten nun verschiedene Arten von Dickdarmkrebszellen genetisch, um zu identifizieren, welche Zellen zur Metastasierung neigen. Anschließend beobachteten sie, dass sich die Wanderung der Krebszellen stoppen ließ, wenn sie nicht-metastasierende und metastasierenden Zellen mischten.

Demnach seien zelluläre Interaktionen für den Prozess der Metastasenbildung wichtig, so die Forschenden. Sie fokussierten sich anschließend auf diejenigen Gene, die die zellulären Interaktionen steuern und fanden so heraus, dass das sogenannte VSIG1-Gen die Wanderung von Krebszellen stoppt. Die im Fachmagazin "Cell Reports" veröffentlichten Resultate könnten dazu beitragen, neue und wirksame Behandlungen für Dickdarm- und andere Krebsarten zu entwickeln, wie die Uni Genf mitteilte.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

TT ePaper

Kommentieren


Schlagworte