Iran reicherte bisher zwölfmal so viel Uran an wie erlaubt

Die IAEA fordert eine Erklärung des Iran für den Fund von Uran-Spuren an einem undeklarierten Ort. Die Bestände an angereichertem Uran sind mittlerweile zwölfmal so hoch wie im Atomabkommen erlaubt.

Der Iran reichert nach wie vor Uran an.
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Wien – Der Iran hat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bislang keine ausreichende Erklärung für den Fund von Uran-Teilchen in einer nicht als Atom-Standort deklarierten Einrichtung geliefert. Außerdem reichert das Land weiter Uran an und hat mittlerweile das Zwölffache der im Atomabkommen erlaubten Menge. Das geht aus dem vierteljährlichen Bericht der IAEA hervor.

Die IAEA forderte eine umfassende Erklärung vom Iran, der sich im Wiener Abkommen von 2015 zu Transparenz über sein Atomprogramm verpflichtet hatte. Das Abkommen soll das von schiitischen Klerikern beherrschte Land am Bau einer Atombombe hindern.

Die chemische Signatur der Atomspuren, die vergangenes Jahr an dem Standort entdeckt wurden, entspräche der von Spuren an Zentrifugen, die der Iran aus seinem Nachbarstaat Pakistan, einer Atommacht, importiert habe, hieß es in dem Bericht weiter. Die Behörde betonte dies als ungelöste Frage, nachdem der Iran zuletzt nach langem Streit IAEA-Inspekteuren Zugang zu zwei weiteren Standorten gewährt hatte.

Der Iran hat mittlerweile laut dem Bericht mehr als 2400 Kilogramm angereicherten Urans. Im Abkommen hatte Teheran der Einhaltung einer Obergrenze von rund 200 Kilogramm reinen Urans zugestimmt. Nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomdeal im Jahr 2018 erfüllt auch der Iran nicht mehr alle Auflagen des Abkommens. (dpa)

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