Hasenhüttl genießt mit Southampton: "Es gibt keinen schöneren Job"

Der steirische Trainer gab zu, dass die leeren Stadien seinem Team in die Karten spielen: "Als Trainer kann ich bei Geisterspielen viel besser coachen, das hilft uns definitiv."

Ralph Hasenhüttl hat nach dem Erfolgslauf seines Teams gut lachen.
© NICK POTTS

Southampton - Mit Southampton liegt Trainer Ralph Hasenhüttl nur zwei Punkte hinter Premier-League-Leader Leicester, der Steirer kann sich "im Moment wirklich keinen schöneren Job vorstellen", wie er in einem Interview mit dem "kicker" (Mittwoch) versicherte. Hasenhüttl sieht sein Team spielerisch auf gutem Weg und träumt - ganz leise - auch von einem internationalen Startplatz: "Ein Top-10-Platz ist ein realistisches Ergebnis. Aber ich bin auch mal gerne unrealistisch."

Ein Europacupticket "wäre Wahnsinn", fügte Hasenhüttl an und wies auf die nackten Fakten hin: "Die Konkurrenz ist natürlich brutal. Everton, Aston Villa und Wolverhampton haben im Sommer neben den Top 6 noch mal richtig Geld ausgegeben. Bei den Möglichkeiten, die diese neun Klubs haben, dürften wir eigentlich gar keine Chance haben, dahin zu kommen."

Im vergangenen Herbst war der einstige ÖFB-Teamkicker nach der historischen 0:9-Niederlage gegen Leicester noch bemitleidet worden, inzwischen wäre wohl so mancher gern an seiner Stelle. "Es war ein gutes Resultat, um Grundlegendes verändern zu können", meinte Hasenhüttl im "kicker" und sprach damit vor allem den Unterschied in der Spielanlage - Rückkehr zur Viererkette und Verhalten nach Ballgewinn - an.

"Man kann jetzt nicht mehr sagen, dass wir nur eine gute Pressingmannschaft sind und immer nur schnell nach vorn spielen. Wir sind viel abgeklärter geworden, gehen auch mehr ins Risiko. Wie wir inzwischen von hinten raus kombinieren, wie wir den Gegner locken und dann durch die Linien spielen, wie wir unsere Tore erzielen, das ist schon beeindruckend."

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Hasenhüttl gab aber zu, dass die leeren Stadien seinem Team in die Karten spielen. "Als Trainer kann ich bei Geisterspielen viel besser coachen, das hilft uns definitiv. Und die Spieler haben viel mehr Ruhe am Ball, wenn sie nicht von den Rängen gepusht werden. Das ist schon ein mentaler Unterschied", stellte er fest. Das solle freilich nicht so bleiben: "Wir müssen jetzt schauen, dass wir in diesen Bereichen des Spiels so stabil werden, dass es uns nichts ausmacht, wenn wieder Fans zugelassen werden." (APA)


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