Corona-Krise

AK fordert wegen Corona-Krise Abschaltstopp für Strom, Gas und Wärme

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Im ersten Lockdown im Frühjahr wurde auf Abschaltungen während der Corona-Krise verzichtet. Diese Vereinbarung ist Ende Juni ausgelaufen.

Wien – Die Arbeiterkammer fordert einen Abschaltstopp bei Strom, Gas und Wärme für besonders von der Corona-Krise belastete Haushalte, um für den kommenden Winter eine durchgehende Energieversorgung abzusichern. Dieser soll in Anlehnung an die Branchenvereinbarung vom Frühjahr erfolgen und mindestens bis Mitte März 2021 gelten. Zudem will die AK das Recht auf langfristige Ratenzahlungsvereinbarungen von bis zu 24 Monaten.

AK-Präsidentin und ÖGB-Vizechefin Renate Anderl.
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Im ersten Lockdown im Frühjahr haben Klimaschutzministerium sowie Strom- und Gasversorger auf freiwilliger Basis vereinbart, auf Abschaltungen während der Corona-Krise zu verzichten. Diese Vereinbarung ist Ende Juni ausgelaufen. Betroffenen Haushalten und Kleinunternehmen wurden damals Stundungen gewährt und Teilzahlungsbeträge reduziert.

Durch diese Maßnahme soll die Energieversorgung für besonders belastete Haushalte auch im Winter gesichert werden.

Niemand in Österreich soll inmitten der Coronakrise die Sorge haben müssen, nicht mehr heizen oder kochen zu können.
AK-Präsidentin Renate Anderl

"Rasches Handeln notwendig"

Für Anderl zeigt sich jetzt die "Kehrseite der gewährten Stundungen", denn diese müssen nun zurückgezahlt werden. Viele seien aber durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit immer noch mit Gehaltseinbußen konfrontiert und könnten diese nicht bezahlen. "Gleichzeitig steht der Winter vor der Tür, weshalb Energieabschaltungen unbedingt verhindert werden müssen", so Anderl. Die AK sei vermehrt mit Anfragen von Konsumenten konfrontiert und höre dies auch von unterschiedlichen Sozialorganisationen. Rasches Handeln sei nun auch beim zweiten Lockdown notwendig, um die Energieversorgung zu sichern und nachhaltige Lösungen anzubieten.

Allein im Strombereich wurden laut Zahlen der Energieregulierungsbehörde E-Control 24.000 Teilzahlungsbeiträge reduziert und mehr als 19.000 Stundungen gewährt, wie es in der heutigen AK-Mitteilung heißt. (APA)

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