ÖAMTC: Durch höhere Steuern werden 2021 fast alle Autos teurer

Die Normverbrauchsabgabe und die motorbezogene Versicherungssteuer steigen für neu zugelassene Fahrzeuge automatisch. Bei bestimmten Pkw kommt es zu einer geringeren oder gar keiner Steuererhöhung.

Ab 1. Jänner 2021 wird es bei Pkw-Neuzulassungen zu Steuererhöhungen kommen.
© Marc Müller

Wien – Durch den im Herbst 2019 beschlossenen Steuererhöhungs-Automatismus bei den Autosteuern wird es auch 2021 wieder zu Steigerungen bei der Normverbrauchsabgabe (NoVA) und der motorbezogenen Versicherungssteuer (mVSt) kommen, sagt der Autofahrerklub ÖAMTC. „In punkto NoVA ist ab 1. Jänner 2021 damit zu rechnen, dass gut die Hälfte aller neuen Pkw teurer wird", schätzt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte Martin Grasslober.

„In diesen Fällen steigt der NoVA-Satz um einen Prozentpunkt", erklärte Grasslober am Freitag laut Mitteilung. „Das bedeutet bei einem Auto um 30.000 Euro netto in der Regel ein Plus von 300 Euro gegenüber 2020."

Übersicht zu den Veränderungen laut ÖAMTC

  • Ab 1. Jänner 2021 ist eine Teuerung aller neuen Pkw zu erwarten.
  • Der NoVA-Satz steigt um einen Prozentpunkt.
  • Die motorbezogene Versicherungssteuer (mVSt) falle bei Neuzulassungen um 34,56 Euro/Jahr höher aus.
  • Ausnahmen: effizientere bzw. leistungsschwächere Pkw
  • Unter www.oeamtc.at/mvst finden Sie einen Kfz-Steuer-Berechner.

Die motorbezogene Versicherungssteuer (mVSt) falle für fast alle Autos, die ab 1. Jänner 2021 erstmalig zugelassen werden, um 34,56 Euro pro Jahr höher aus als bei einer Erstzulassung heute. Nur bei effizienteren bzw. leistungsschwächeren Pkw kommt es zu einer geringeren oder gar keiner Steuererhöhung. „Für bereits zugelassene Fahrzeuge ändert sich nichts an der Besteuerung", so der ÖAMTC-Experte. Wie hoch die jährlich zu zahlende Steuer ist, kann man sich unter www.oeamtc.at/mvst ausrechnen.

ÖAMTC gegen automatische Steuererhöhung

Der ÖAMTC kritisiert, dass die Steuern automatisch steigen, unabhängig davon, ob sich dadurch das Verhalten der Autokäufer ändert. Ohne eine Überprüfung des Effekts „dient diese Regelung lediglich der Einnahmensteigerung für die öffentliche Hand".

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Mit 1. Jänner 2020 wurde die NoVA auf den neuen Normverbrauchszyklus (WLTP) umgestellt und gleichzeitig stärker gespreizt. Die mVSt wird für ab 1. Oktober 2020 erstmals zugelassene Autos neben der Leistung nun auch nach den in den Fahrzeugpapieren ausgewiesenen CO2-Emissionen berechnet. Gemeinsam mit der Mineralölsteuer (MöSt) hängen jetzt alle drei österreichischen Pkw-Steuern von den CO2-Emissionen ab. (APA)


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