Nations-League-Gruppensieg hätte für das ÖFB-Team doppelten Wert

David Alaba und Co. wären im Konzert der Großen und dabei und hätten eine Hintertür zur Weltmeisterschaft 2022 in Katar offen.

ÖFB-Teamchef Franco Foda studiert die Möglichkeiten, die ein Nations-League-Gruppensieg mit sich bringen würden.
© GEPA pictures/ Philipp Brem

Wien - Die Fußball-Nations-League wird des öfteren als wenig sinnvoller Bewerb abgekanzelt. Dabei hat der Länder-Wettkampf durchaus seinen Wert, vor allem für das österreichische Nationalteam. Im Falle eines Gruppensieges würde die ÖFB-Auswahl nämlich in Liga A aufsteigen, womit zumindest sechs Duelle mit hochkarätigen Gegnern garantiert wären. Durch das neue Turnier wurde auch die Anzahl von Freundschaftsspielen massiv reduziert.

Wohl noch wichtiger aus heimischer Sicht ist aber die mögliche Hintertür zur WM 2022 in Katar. Für die Endrunde stehen Europa 13 Startplätze zur Verfügung, zehn davon gehen an die Sieger der zehn Qualifikationsgruppen, die am 7. Dezember in Zürich ausgelost werden.

Um die restlichen drei Tickets spielen die zehn Quali-Gruppenzweiten und die beiden besten Nations-League-Gruppensieger, die in der WM-Quali nicht auf den ersten beiden Plätzen landeten. Die Reihenfolge der besten Nations-League-Gruppensieger wird zunächst von der Liga-Zugehörigkeit bestimmt, das heißt, der Erste eines Pools in Liga A wird automatisch vor einem Gewinner von Liga B gereiht, selbst wenn Letzterer mehr Zähler auf dem Konto haben sollte. Der Punkte- bzw. falls nötig Torverhältnis-Vergleich wird erst bei Teams aus derselben Liga schlagend.

Über die Hintertür zum WM-Play-off?

Diese Regelung könnte sich für das ÖFB-Team auszahlen, sobald man die WM-Quali 2021 auf Rang drei oder schlechter abgeschlossen, aber die Nations-League-Gruppe gewonnen hat. Sollten zum Beispiel die jeweiligen Gruppensieger von Liga A sowie zwei Gewinner von Liga B in der WM-Qualifikation unter den Top zwei landen, was kein unrealistisches Szenario darstellt, wäre Österreich im WM-Play-off dabei.

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In diesem Play-off zwischen den beiden aus der Nations League kommenden Teams und den zehn WM-Quali-Zweiten werden die zwölf Mannschaften in drei Pfade eingeteilt, die zwei Runden (Halbfinale und Finale) in jeweils einer Begegnung bestreiten. Die drei Sieger sind für die Weltmeisterschaft qualifiziert.

Die ÖFB-Auswahl liegt vor ihren abschließenden Partien der Liga-B-Gruppe 1 am Sonntag gegen Nordirland und am Mittwoch gegen Norwegen jeweils in Wien aufgrund des gewonnenen direkten Duells vor den punktegleichen Norwegern. Mit einem Sieg über Norwegen hätten David Alaba und Co. Endrang eins unabhängig vom Resultat gegen Nordirland fix. Bei einem Erfolg über die Nordiren würde den Österreichern gegen Norwegen schon ein Punkt reichen. (APA)


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