Tiroler Reaktionen zum Lockdown: „Es nutzt nix, bleibt’s no amol dahoam“

Appelle für Eigenverantwortung und Solidarität, Sorgen um die Wirtschaft und Kritik an der Regierung: So reagiert die Tiroler Politik auf den Lockdown.

LH Platter unterstütz den Lockdown.
© APA

Innsbruck – Österreich steht vor einem zweiten harten Lockdown. Wie im Frühling werden wird auch der Handel geschlossen und die restlichen Schulen auf Distance-Learning umgestellt, die Ausgangsbeschränkungen werden auf den ganzen Tag ausgeweitet. In Tirol stoßen die neuen, alten Maßnahmen auf gemischte Reaktionen.

◼️ Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP): „Ich unterstütze die Entscheidung der Bundesregierung. Die Krankenhäuser sind jetzt schon teilweise überlastet. Wir müssen verhindern, dass die Ärztinnen und Ärzte eine Entscheidung über Leben und Tod treffen müssen. Den Tirolerinnen und Tirolern sage ich: Es nutzt nix. Bleibt’s no amol dahoam. Diese Corona-Pandemie können wir nur mit Solidarität und Zusammenhalt bewältigen. Dann besteht die Hoffnung auf halbwegs normale Weihnachten.“

📽️ Video | Ansprache von LH Platter

◼️ Klubchef Gebi Mair (Grüne): „Es schmerzt, dass wir wieder dort angelangt sind, wo wir im März schon einmal waren. Ich verstehe alle, die das ‚anzipft‘. Vor allem all jene, die sich an alle Vorgaben gehalten haben. Jetzt müssen wir unser Gesundheitswesen schützen, indem wir die Notbremse ziehen und Kontakte massiv reduzieren.“

◼️ FPÖ-Chef Markus Abwerzger: „Das Chaos- und Missmanagement der schwarz-grünen Regierungen auf Bundes- und Landesebene sind für den zweiten Lockdown ursächlich.“

◼️ SPÖ-Vorsitzender Georg Dornauer: „Die jüngsten Zahlen sprechen eine klare Sprache: Es gibt kein Land weltweit mehr, das die Krise schlechter gemanagt hat als Österreich. Jetzt bekommen wir die Quittung für den ausgiebigen Sommerschlaf der türkis-grünen Regierungen in Bund und Land präsentiert.“

◼️ Andrea Haselwanter-Schneider (Liste Fritz): „Ich sorge mich vor allem um die Wirtschaft. Man hätte nicht so viel ankündigen, sondern schrittweise Maßnahmen setzen sollen. Das hätte uns vielleicht den harten Lockdown erspart.“

◼️ Dominik Oberhofer (NEOS): „Das ist leider ein Knock-out für die Schulen, die Wirtschaft und die Gesellschaft. Man hätte eigentlich noch eine Woche abwarten sollen, wie der leichte Lockdown wirkt.“ (TT)


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