Fall Maddie: Ermittlungen nach Anhörung am Gericht in Braunschweig

Braunschweig/London/Lissabon – Der jüngste Gerichtstermin des im Fall Maddie Verdächtigen hat ein juristisches Nachspiel. Nach einer Auseinandersetzung im Landgericht Braunschweig am Montag gibt es Ermittlungen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig, Hans Christian Wolters, am Dienstag. Der Anwalt des 43-Jährigen habe Strafanzeige gegen Justizbedienstete wegen Körperverletzung gestellt. Das Verfahren liege derzeit bei der Polizei, sagte Wolters.

Nach dem Vorfall wurde der Mann in einem Krankenhaus behandelt. Mehrere Medien berichteten, dass sich der 43-Jährige zwei Rippen gebrochen haben soll. Der Anwalt des Verdächtigen wollte sich am Dienstag auf Nachfrage nicht zu dem Geschehen im Landgericht und den möglichen Verletzungen seines Mandanten äußern. Der eigentliche Anhörungstermin vor der Strafvollstreckungskammer fand im Anschluss statt. Wann es ein Ergebnis nach der nicht öffentlichen Sitzung gibt, war laut einer Gerichtssprecherin noch unklar.

Bei der Anhörung ging es um die mögliche Aussetzung einer Reststrafe auf Bewährung. Die aktuelle Gefängnisstrafe in Kiel wegen Drogenhandels endet am 7. Jänner 2021. Anfang Juni hatten das Bundeskriminalamt (BKA) und die Staatsanwaltschaft Braunschweig gemeinsam mitgeteilt, dass sie im Fall der vermissten Britin Madeleine McCann gegen einen mehrfach vorbestraften Sexualstraftäter wegen Mordverdachts ermitteln. (APA/dpa)


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