Vor Innsbrucker „Radmasterplan"-Entscheidung: Klingel-Demo nun online

Am Donnerstag entscheidet der Innsbrucker Budgetgemeinderat, ob der „Radmasterplan" der Stadt umgesetzt wird. Die abgesagte Radklingel-Demo will nun online ein Zeichen setzen.

Aktivisten rufen dazu auf, unter dem Hashtag #klingeldemo Videos und Fotos zu posten.
© TT/Julia Hammerle

Innsbruck – Beim Budgetgemeinderat morgen Donnerstag entscheidet die Stadt Innsbruck unter anderem, ob und in welcher Form der „Radmasterplan" umgesetzt wird. Die geplante Radklingel-Demo findet angesichts des Lockdowns nun online statt.

Ursprünglich war eine zehnminütige Klingeldemo unter dem Motto „Gemeinsam läuten wir die Zukunft ein!" vor der Messe geplant, wo der Gemeinderat tagt. Damit sollten die Stadtpolitiker lautstark motiviert werden, für den Radmasterplan zu stimmen. Die Organisatoren sahen sich nun gezwungen, die Demo in dieser Form abzusagen.

#klingeldemo: Aufruf zum Posten von Videos und Fotos

Ein Zeichen setzen will man aber trotzdem. Deshalb wird dazu aufgerufen, kurze Videos bzw. Fotos, auf denen man klingelt, mit dem Hashtag #klingeldemo in den Sozialen Netzwerken zu posten. Die Beiträge werden gesammelt und zusammengeschnitten.

Initiiert wird die Aktion von dem Innsbrucker Illustrator Jakob Winkler. Über 40 Initiativen und Vereine aus und um Innsbruck – darunter auch die Tiroler Kulturinitiativen –, Einzelpersonen und Gruppierungen unterstützen die Aktion. Die Organisatoren hoffen, dass die Stadtpolitik die „Demo für bessere Luft und weniger Lärm" wahrnimmt. Am 19. November habe sie die Chance, mit dem Beschluss des Radmasterplans Innsbrucks Verkehrswende einzuläuten.

Der Radmasterplan umfasst bis zum Jahr 2030 mehrere Maßnahmen. Diese sollen das Fahrradnetz in der Landeshauptstadt ausbauen und verbessern. Darüber hinaus geht es um weniger Lärm, bessere Luft, genügend Radparkplätze und Vorrang für den nicht-motorisierten Verkehr. (TT.com)


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