Pfusch legt in Corona-Krise auf 25,7 Milliarden Euro zu

Der Linzer Ökonom Friedrich Schneider sieht die Schattenwirtschaft nun auf 25,7 Mrd. Euro ansteigen. Das wären rund 17 Prozent des BIP.

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Wien – Der Pfusch in Österreich legt heuer noch viel deutlicher zu als zuletzt erwartet. Der Linzer Ökonom Friedrich Schneider hat seine entsprechende Studie aktualisiert und sieht die Schattenwirtschaft nun auf 25,7 Milliarden Euro ansteigen. Damit erfährt der Schwarzarbeitsanteil am gesamten Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Plus auf 7,15 Prozent. "Es wird ganz massiv versucht, Einkommensverluste durch zusätzlichen Pfusch zu kompensieren", sagt Schneider im Gespräch mit der APA.

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Zum Jahresanfang hatte der emeritierte Universitätsprofessor noch mit einem Schwarzarbeitswert von 22,9 Milliarden Euro gerechnet und vor Kurzem mit 24,7 Milliarden Euro. Damit wäre der Anteil des Pfusches am BIP bei 6,4 Prozent gelegen.

Jeder der kann, arbeitet schwarz.
Ökonom Friedrich Schneider

Wenn noch mehr versuchen, sich so etwas dazuzuverdienen, könne das auch noch dazu führen, dass der Pfusch günstiger wird.

Die Schattenwirtschaft selbst wächst Schneiders Berechnungen zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 Prozent. Das sei seit dem Jahr 2001 der stärkste von ihm gemessene Anstieg. Der Grund für diese große Steigerung liege im starken Anstieg der Arbeitslosigkeit und der Kurzarbeit und des allgemeinen wirtschaftlichen Einbrechens. (APA)

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