Slalom-Ass Gritsch im TT-Interview: "Mit Humor geht vieles leichter"

Knapp einen Monat nach dem Auftakt des Ski-Weltcups in Sölden geht dieser am Wochenende mit zwei Slalom-Bewerben in Levi für die Damen weiter – neben anderen auch für Franziska Gritsch (23) aus Umhausen.

Franziska Gritsch will in Levi ihre guten Trainingsleistungen abrufen.
© GEPA pictures/ Mario Buehner

Zuletzt trainierten Sie in Schweden, mussten aber noch mal zurück, um dann nach Finnland zu fliegen. Wie das?

Franziska Gritsch: Heuer ist wegen der Corona-Regeln alles anders als sonst. So ging sich aber wenigstens das Wäschewaschen zuhause noch gut aus (lacht). Am Mittwoch flogen wir dann wie im Plan der FIS vorgesehen von Zürich nach Lappland.

Ihre Bilanz in Levi lautet: 2018 – nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert, 2019 – Rang 14. Tendenz steigend ...

Gritsch: Schaut gut aus, oder? Aller guten Dinge sind ja auch drei, heißt es (lacht). Ich mag die Stimmung im Norden sehr gerne. Es ist auch angenehm, wenn man den Hang und das Drumherum bereits ein bisschen kennt. Ich will also das Bestmögliche ins Ziel bringen.

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Bislang konnten Sie sich heuer im Slalom nur im Training mit anderen messen. Wie lief es?

Gritsch: Wir haben ein starkes Team mit sieben Läuferinnen unter den Top 30. Das ist richtig cool und es gibt da einige Messlatten. Kathi Liensberger etwa fährt im Training immer schon ein gutes Wettkampftempo und da teste ich mich ran. Jetzt wäre es für mich an der Zeit, das auch mit ins Rennen zu nehmen.

Da in Levi zwei Slalom-Rennen gefahren werden, ist diese Chance doppelt so groß ...

Gritsch: Das ist heuer wirklich außergewöhnlich, auch wenn ich das – etwa im Europacup – schon hatte. Läuft es gut, startet man mit einem guten Gefühl in den nächsten Tag. Wenn nicht, gibt es die Möglichkeit, einiges besser zu machen. Ich finde das gar nicht schlecht, zumal ich froh bin, dass wir überhaupt Rennen haben.

Sie lachen oft, scheinen ein fröhlicher Mensch zu sein. Hilft das in der derzeit etwas unsicheren Situation?

Gritsch: Ich bin grundsätzlich ein fröhlicher Mensch, selbst wenn bei mir auch nicht immer alles häppipeppi ist. Vieles geht mit Humor aber einfach leichter.

Das Gespräch führte Sabine Hochschwarzer


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