Hamilton mit Bestzeit und Ruf nach mehr Einsatz für Menschenrechte

„Wir sind eine der wenigen Sportarten, die in so viele verschiedene Länder reist, und ich glaube, dass wir als Sport mehr tun müssen“, sagte der Siebenfach-Champion vor dem Bahrain-Grand-Prix. Im ersten Training hatte Hamilton gleich die Nase vorne.

Weltmeister Lewis Hamilton hat auch abseits der Rennstrecke ein gewichtiges Wort in der Formel 1 mitzureden.
© MARIO RENZI

Sakhir – Weltmeister Lewis Hamilton hat die Formel 1 zu größerem Engagement in Menschenrechtsfragen aufgefordert. Der 35-jährige Mercedes-Pilot sagte am Rande des Grand Prix von Bahrain: „Wir sind eine der wenigen Sportarten, die in so viele verschiedene Länder reist, und ich glaube, dass wir als Sport mehr tun müssen.“

Hamilton berichtete, bei seiner Einreise nach Bahrain Briefe von Menschenrechtsgruppen bekommen zu haben. Er brauche nun Zeit, sie durchzugehen. „Es ist für alle Sportarten sehr wichtig, ihre Plattform zu nutzen, um auf Veränderungen zu drängen“, mahnte der siebenfache Weltmeister. Die Formel 1 habe „einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, aber wir können immer noch mehr tun.“

📊 Hamilton und Hund in Bahrain von Albon-Crash unbeirrt

Unbeirrt von einem Red-Bull-Crash und einem verirrten Hund hat sich Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton auf den Großen Preis von Bahrain eingestimmt. Knapp zwei Wochen nach dem Gewinn seines siebenten WM-Titels in der Türkei sicherte sich der britische Mercedes-Pilot die Tagesbestzeit am Freitag in Sakhir. Hamilton verwies in 1:28,971 Minuten den niederländischen Red-Bull-Piloten Max Verstappen (+0,347 Sekunden) auf den zweiten Platz.

Dritter wurde unter Flutlicht Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas, dem 0,365 Sekunden auf die schnellste Runden fehlten. Der letztlich zehntplatzierte Alexander Albon im zweiten Red Bull zerstörte sein Auto inmitten der zweiten Session am Nachmittag. Der Thailänder, der um seinen Verbleib in der Formel 1 kämpfen muss, bescherte seinen Mechanikern damit hektische Abendstunden am Persischen Golf.

Albon blieb bei dem Crash ersten Informationen zufolge aber unverletzt. Ein zweites Mal musste die Einheit kurze Zeit mittels Roter Flagge unterbrochen werden, da sich ein Hund auf das Streckengelände verirrt hatte. Der Vierbeiner fand schließlich aber einen Ausgang und suchte das Weite.

2011 war erstmals in der Geschichte der Motorsport-Königsklasse in Bahrain ein Grand Prix wegen politischer Unruhen abgesagt worden. Damals konnte das Rennen nach Protesten gegen das Königshaus aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden.

Die Formel 1 setzt sich seit dieser Saison mit der Kampagne „We Race As One“ für Vielfalt ein, Hamilton engagiert sich in der „Black Lives Matter“-Bewegung. (APA, dpa)

📊 F1-Datencenter: Alle Ergebnisse und Termine für den Bahrain-GP


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