Alpenverein fordert klare Regeln für Wintersportler nach „hartem" Lockdown

Im Lockdown ist das Betreten von Sportstätten verboten. Ob dazu auch Pistenanlagen zählen, die außer Betrieb sind, ist unklar. Der Alpenverein fordert daher klare gesetzliche Regeln.

Symbolfoto.
© thomas böhm

Innsbruck – Der Österreichische Alpenverein (ÖAV) hat am Montag von der Politik eine gesetzlich erlaubte Bewegung in der Natur gefordert. Für den Verein müsse Skitourengehen, Langlaufen oder auch Rodeln möglich sein, "unabhängig davon, ob Anlagen präpariert oder entsprechend gesichert sind", hieß es.Unsicherheit bestehe vor allem deshalb, weil im Lockdown das Betreten von Sportstätten verboten sei.

Die TT hat bereits in der Sonntagsausgabe exklusiv darüber berichtet: "Offene Fragen für Tirols Skipisten trotz fixer Lockdown-Regeln"

Ob etwa Pistenanlagen, die außer Betrieb sind, auch dazu zählen, sei unklar. Im Besonderen seien davon Skitourengeher betroffen, die auf Pisten gehen. Hier herrsche "dringender Klärungsbedarf", vor allem für die Zeit nach des "harten Lockdowns". "Die Bewegung in der Natur, sei es das Tourengehen auf Skipisten, Langlaufen auf Loipen oder auch das Rodeln auf Rodelwegen muss möglich sein", forderte ÖAV-Präsident Andreas Ermacora. Es wäre ein "fatales Zeichen", Sport im Freien unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes zu verbieten, meinte er.

Der Generalsekretär des Alpenvereins, Clemens Matt, ging davon aus, dass im heurigen Winter um 20 Prozent mehr Skitourengeher unterwegs sein werden. Bis zu 600.000 Skitourenbegeisterte soll es in Österreich geben, verdeutlichte Matt die Problematik. Gerade deshalb brauche es "klare Richtlinien".


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