WAC nach 1:0 in Moskau vor Aufstieg in EL, LASK ohne Chance, Rapid verlor

Es war der bereits zweite Sieg für den WAC nach dem 4:1-Erfolg bei Feyenoord Rotterdam. Der LASK hat nach einem 3:3 gegen Tottenham den Aufstieg ins Sechzehntelfinale verpasst. Auch Rapid zog bei einem 1:4 gegen Arsenal den Kürzeren.

Baktiyor Zaynutdinov (ZSKA) und Michael Liendl (WAC) im Zweikampf.
© GEPA pictures/ Sputnik/ Alexander Vilf

Moskau – Der WAC liegt nach einem verdienten 1:0-(1:0)-Sieg bei ZSKA Moskau in der Fußball-Europa-League voll auf Aufstiegskurs. Dario Vizinger entschied mit seinem Traumtor (22.) die Partie in Russlands Hauptstadt, die 7.500 Zuschauer in der ZSKA Arena mitverfolgen durften. Es war der bereits zweite Sieg für das Team von Trainer Ferdinand Feldhofer nach dem fulminanten 4:1-Erfolg bei Feyenoord Rotterdam.

Die Wolfsberger, die zum Auftakt daheim ein 1:1 gegen ZSKA erreicht hatten, halten nun bei sieben Zählern. Feyenoord (5) verlor im Parallelspiel zu Hause gegen Dinamo Zagreb (11) 0:2, womit der kroatische Meister vorzeitig Sieger der Gruppe K ist. Dem WAC genügt damit bereits ein Remis am kommenden Donnerstag (21.00 Uhr) im Heimspiel gegen Feyenoord zum erstmaligen Einzug in die K.o.-Runde der letzten 32. Die weiterhin sieglosen Moskowiter (3) haben dagegen keine Chance mehr aufs Weiterkommen.

Erste Großchance bei ZSKA

ZSKA machte bei vier Grad Minus zunächst das Spiel und hatte auch die erste Großchance: Nach Flanke von Konstantin Maradischwili kam Mittelstürmer Fedor Tschalow zum Hechtkopfball, der knapp an der Stange vorbeizischte (11.). Auffälligster Akteur der Gastgeber war aber der kroatische Spielmacher Nikola Vlasic, der jüngere Bruder von Ex-Hochsprung-Welt- und -Europameisterin Blanka Vlasic. Nach einem Solo des 23-Jährigen fiel aber der Abschluss von Ivan Obljakow zu schwach aus (14.).

Dies war auch der Fall auf der Gegenseite, als Eliel Peretz den ersten Torschuss für den WAC abgab (20.). Nur zwei Minuten später hieß es dann 0:1: Dario Vizinger wurde nicht bedrängt und hielt deshalb aus 25 Metern voll drauf. Dieser perfekte Schuss des 22-jährigen Kroaten landete via Lattenunterkante im Netz, Russlands Tormann-Routinier Igor Akinfejew war machtlos.

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In der 27. Minute hatte der WAC die erste Möglichkeit auf den zweiten Treffer: Nach Pass von Kapitän Michael Liendl konnte ZSKA-Innenverteidiger Hördur Magnusson einen Abschluss von Vizinger im Strafraum gerade noch an der Stange vorbei in den Corner abfälschen. Und in der 40. Minute rettete bei einem Peretz-Schuss aus 20 Metern die Stange für den geschlagenen Akinfejew. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hatte Novak noch eine Chance nach einem Corner und Faustabwehr des ZSKA-Goalies, jagte den Ball aber in die Wolken (45.).

Japhet Tanganga (Tottenham) und Dominik Reiter (LASK).
© GEPA pictures/ Christian Moser

LASK nach 3:3 gegen Tottenham in EL ohne Aufstiegschance

Der LASK hat in der Fußball-Europa-League den Aufstieg ins Sechzehntelfinale verpasst. Nach einem 3:3 (1:1) gegen Tottenham am Donnerstagabend können die Linzer nicht mehr unter die Top Zwei ihrer Gruppe vorstoßen. Die Spurs stehen damit schon vor dem sechsten Spieltag der Gruppe als Aufsteiger fest, ebenso weiter ist Royal Antwerpen nach einem 3:1-Heimsieg gegen Ludogorez Rasgrad.

Peter Michorl (42.) brachte den LASK verdient knapp vor der Pause in Führung, tief in der Nachspielzeit verwertete Gareth Bale (45.+2) aber per Hand-Elfmeter zum Ausgleich. In der zweiten Spielhälfte traf dann Son Heung-min (56.) für das Team von Trainer Jose Mourinho. Ein Tor von Johannes Eggestein (84.) ließ die Elf von Dominik Thalhammer hoffen, Dele Alli (86.) gelang fast postwendend per Foul-Elfmeter der dritte Treffer der Engländer. Der LASK kam zu spät durch Mamoudou Karamoko (93.) zum neuerlichen Ausgleich.

Cedric (Arsenal) und Thorsten Schick (Rapid).
© GEPA pictures/ Philipp Brem

Rapid bei Arsenal mit 1:4 auf verlorenem Posten

Für Rapid hat es in der Fußball-Europa-League bei Arsenal nichts zu holen gegeben. Die nicht in Bestbesetzung angetretenen Hütteldorfer zogen am Donnerstagabend im Emirates Stadium vor 2.000 Zuschauern gegen den in der Premier League schwächelnden Club klar mit 1:4 (0:3) den Kürzeren. Für die "Gunners" war es der fünfte Sieg im fünften Spiel, Rapid kassierte hingegen die dritte Niederlage, hat aber nach wie vor Chancen, ins Sechzehntelfinale einzuziehen.

Dafür reicht am kommenden Donnerstag (18.55 Uhr) im Heimspiel gegen Molde schon ein 1:0-Sieg. Damit würden die Wiener den direkten Vergleich mit den aktuell drei Punkte vorausliegenden Norwegern nach dem Hinspiel-0:1 ausgleichen und hätten dann das bessere Torverhältnis. Molde siegte gegen Dundalk erwartungsgemäß 3:1, jede Niederlage ab 1:2 mit einem Tor Unterschied zum Abschluss sichert den Norwegern das Weiterkommen.

Für Arsenal trafen Alexandre Lacazette (10.), Pablo Mari (18.) und Eddie Nketiah (44.) schon vor der Pause. Nach dem Ehrentreffer von Koya Kitagawa (47.), der die einzige Großchance der Gäste verwandelte, sorgte Emile Smith Rowe (66.) für den Endstand. Arsenals Generalprobe vor dem Nord-London-Derby bei Tottenham kann daher als gelungen bezeichnet werden.

Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer schonte angesichts des schon zuvor gesicherten "Finalspiels" gegen Molde und der daher geringen sportlichen Bedeutung der Partie viele Stammkräfte. Im Vergleich zum 1:1 im Liga-Derby gegen die Austria blieben nur der am Sonntag in Hartberg gesperrte Maximilian Hofmann, Maximilian Ullmann, Marcel Ritzmaier und Kelvin Arase in der Mannschaft. Die vielen Umstellungen wirkten sich nicht förderlich auf die Performance der Gäste aus, die in der Abwehr schon vor der Pause überfordert waren. (APA)


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